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Frankreich will bis 2040 weg vom Verbrenner
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Martin K.
2017-07-07 20:32:01 UTC
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Der französische Umweltminister Nicolas Hulot will in
Frankreich den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren
bis 2040 einstellen.

Weiter ist geplant:

- bis 2022 Abschaltung Kohlkraftwerke
- bis 2025 Reduzierung Atomstromanteil von 75% auf 50%
- bis 2050 soll Frankreich CO2 neutral

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-07/frankreich-diesel-benzin-autos-verbot-nicolas-hulot


Da kann sich Deutschland jetzt nicht lumpen lassen und
sollte auch den Ausstieg aus den Verbrennungsmotoren
festlegen. Auch als Signalwirkung an die deutsche Automobil-
industrie, die schließlich auch planen muss. Ich persönlich
bin für einen Zeitraum irgendwo zwischen 2030 und 2040.


Außerdem muss der Ausbau regenerativer Energie wieder
forciert werden und der überfällige Ausstieg aus den
Kohlekraftwerken beschlossen werden.
Werner Holtfreter
2017-07-07 21:08:46 UTC
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Post by Martin K.
Da kann sich Deutschland jetzt nicht lumpen lassen und
sollte auch den Ausstieg aus den Verbrennungsmotoren
festlegen.
Das wurde hier ja schon vorgetragen: Ich finde es sinnvoller,
dort mit der Umstellung von Öl auf Elektro zu beginnen, wo es
am einfachsten und billigsten möglich ist, nämlich bei der
Wohnungsheizung. Sogar die kurzfristigen Schwankungen des grünen
Stromangebots lassen sich so technisch simpel auffangen, statt
umgekehrt mit leistungsstarken Ladestationen für Autos neue
Spitzenlasten zu ggf. unerwünschten Zeiten zu schaffen und die
chemische Industrie zur Herstellung der Batterie-Rohstoffe
anzufeuern.
--
Gruß Werner
Martin Luther hätte es heute schwer, zu einem
Evangelischen Kirchentag eingeladen zu werden.
Gernot Facius
Ralf Koenig
2017-07-07 23:35:38 UTC
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Raw Message
Post by Werner Holtfreter
Post by Martin K.
Da kann sich Deutschland jetzt nicht lumpen lassen und
sollte auch den Ausstieg aus den Verbrennungsmotoren
festlegen.
Das wurde hier ja schon vorgetragen: Ich finde es sinnvoller,
dort mit der Umstellung von Öl auf Elektro zu beginnen, wo es
am einfachsten und billigsten möglich ist, nämlich bei der
Wohnungsheizung.
Dann rechne mal vor, wie das in DE billiger werden soll.

Heizöl: 50 Cent pro Liter, also pro 10 kWh, macht 5 ct/kWh
Strom: ca. 29 ct/kWh

Also ich komme da auf: wird um Faktor 6 teurer. Und die Wirkungsgrade in
der Umwandlung in Wärme sind in beiden Fällen nah an die 100%.

Kraft-Wärme-Kopplung kann aber ein Ausweg sein, dann also Fernwärme.
Aber reicht eben auch nur begrenzt weit.

Die Wärmewende wird nochmal ne größere Nummer als die Umstellung der
Stromerzeugung.
Post by Werner Holtfreter
Sogar die kurzfristigen Schwankungen des grünen
Stromangebots lassen sich so technisch simpel auffangen,
Sehe ich gerade nicht, wie.
Post by Werner Holtfreter
statt
umgekehrt mit leistungsstarken Ladestationen für Autos neue
Spitzenlasten zu ggf. unerwünschten Zeiten zu schaffen und die
chemische Industrie zur Herstellung der Batterie-Rohstoffe
anzufeuern.
Stromheizung statt Ölheizung schafft neue Jahresspitzenlasten: im
Winter, wenn es dunkler ist, und PV zwangsweise weniger liefert. Aber
wenn der Heizbedarf immens ist. Dafür wird man Lösungen brauchen. Aber
andere: an der Architektur der Häuser ansetzend: Dämmung, clevere
Konstruktion, Solarthermie, Solar-PV.

Die Pelletheizungen - da glaube ich nicht wirklich dran.

Grüße,
Ralf
Martin K.
2017-07-08 06:35:39 UTC
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Post by Ralf Koenig
Dann rechne mal vor, wie das in DE billiger werden soll.
Heizöl: 50 Cent pro Liter, also pro 10 kWh, macht 5 ct/kWh
Strom: ca. 29 ct/kWh
Bei mir kostet der Strom 23 Cent/kWh. Und das ist nicht
mal der günstigste Anbieter, sondern das örtliche Stadtwerk.

Ein Kernfehler der Energiewende ist, dass die EEG Umlage nur
auf Strom umgelegt wird, nicht aber auf fossile Brennstoffe
zu Heizzwecken. In 2017 beträgt die EEG Umlage 6,88 Cent/kWh,
was mit Umsatzsteuer 8,07 Cent/kWh sind. Ohne EEG Umlage würde
mein vom Netz bezogener Strom also 15 Cent/kWh kosten.

Also, dann verteilen wir die EEG Umlage doch auf alle
Energieträger. Ich schätze jetzt mal 2 Cent/kWh. Mein
Strom kostet damit 17 Cent/kWh und Öl 7 Cent/kWh.

Jetzt nehmen wir eine Wärmepumpe mit Faktor 3 und die
Stromheizung kostet 5,67 Cent/kWh, was günstiger als die
7 Cent/kWh von Öl ist.


Und dabei ist jetzt noch gar nicht berücksichtigt, dass
die Anteile selbst erzeugter PV Strom den Strompreis noch
mal deutlich drücken würde. Und natürlich sind auch
weiterhin Energiesparmaßnahmen angesagt, z.B. Wärmedämmung.
Ralf Koenig
2017-07-08 08:49:57 UTC
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Post by Martin K.
Post by Ralf Koenig
Dann rechne mal vor, wie das in DE billiger werden soll.
Heizöl: 50 Cent pro Liter, also pro 10 kWh, macht 5 ct/kWh
Strom: ca. 29 ct/kWh
Bei mir kostet der Strom 23 Cent/kWh. Und das ist nicht
mal der günstigste Anbieter, sondern das örtliche Stadtwerk.
Vielleicht auch für ne größere Abnahmemenge.
Post by Martin K.
Ein Kernfehler der Energiewende ist, dass die EEG Umlage nur
auf Strom umgelegt wird, nicht aber auf fossile Brennstoffe
zu Heizzwecken.
BTW: Ja schon nicht auf *allen* Strom, sondern mit großzügigen
Ausnahmeregelungen für die Industrie - halt damit unter stärkerer
Belastung der Endverbraucher. Bei einer Industrie, die politisch
gewollt, Elektroautos bauen soll, beißt sich das in den Schwanz.

Also Vorschlag: Umlage auf fossile Brennstoffe auch zu Heizzwecken und
zusätzlich Mobilitätszwecken. Dann (Strom, Wärme, Verkehr) hätte man
alle drei großen Sektoren des Energie"verbrauchs" erwischt. Und auch der
Sprit würde wieder ein kleines Paket oben drauf bekommen.

Aber das, was du Kernfehler nennst, ist aktuell noch Gesetz. Das kann
geändert werden, aber Menschen müssten es wollen und dann Politiker
verabschieden und diese gesetzliche Grundlage ändern.

Der Kernfehler ist auch drin im EU-CO2-Emissionshandel (nur 45% der
Erzeuger sind dort erfasst). Dort wäre an sich die große Schraube zum
Dran drehen.
Post by Martin K.
In 2017 beträgt die EEG Umlage 6,88 Cent/kWh,
was mit Umsatzsteuer 8,07 Cent/kWh sind. Ohne EEG Umlage würde
mein vom Netz bezogener Strom also 15 Cent/kWh kosten.
Klingt schon freundlicher, aber eben "würde".

Die eine oder andere Wechselwirkung wäre noch zu überlegen. Die
niedrigeren Strompreise verändern ja auch wieder die Rentabilität von
z.B. WKA oder PV.

Und billiger Strom fördert hässliche Eigenschaften von Ineffizienz: z.B.
wenn sich nachträgliche Dämmung nicht mehr rechnet.
Post by Martin K.
Also, dann verteilen wir die EEG Umlage doch auf alle
Energieträger.
Dann wäre ja auch Sprit wieder mit dabei, z.B. der Transportsektor.
Post by Martin K.
Ich schätze jetzt mal 2 Cent/kWh. Mein
Strom kostet damit 17 Cent/kWh und Öl 7 Cent/kWh.
Ok.
Post by Martin K.
Jetzt nehmen wir eine Wärmepumpe mit Faktor 3 und die
Stromheizung kostet 5,67 Cent/kWh, was günstiger als die
7 Cent/kWh von Öl ist.
Wobei der Betrieb der Wärmepumpe eben die technische Veränderung ist,
die dies nun ermöglicht. Denn plötzlich wird eine weitere Energiequelle
angezapft: Außenluft oder Geothermie.

Wer ein neues Haus baut: die Einfachheit, direkte Regelbarkeit, quasi
null Installationskosten und Wartungskosten von paar Elektroheizkörpern
hat eine Wärmepumpe aber "nicht ganz". :-) Aber wer noch das System hat,
warmes Wasser durchs Haus zu schicken, dort bietet es sich an, ja. Also
für Umrüstungen von Öl/Gas-Thermen.

Allerdings lässt sich aus Außenluft von -10°C auch weniger Wärme
reinpumpen, dann muss man also schon den Boden/Grundwassertemp anzapfen.
Aber ich geb dir Recht: das Konzept der Wärmepumpe verändert die gesamte
Heizwelt. Teureres Erdgas, teureres Heizöl bei günstigerem Strom (z.B.
durch die Veränderungen oben) würde diesen Wandel beschleunigen.

Aber als "Heizen aus Strom" würde ich es nicht bezeichnen, wenn 2/3 der
Energie aus Außenluft oder Geothermie kommen. Eher: Nutzung von
Umgebungswärme durch Stromeinsatz mittels Wärmepumpe.
Post by Martin K.
Und dabei ist jetzt noch gar nicht berücksichtigt, dass
die Anteile selbst erzeugter PV Strom den Strompreis noch
mal deutlich drücken würde. Und natürlich sind auch
weiterhin Energiesparmaßnahmen angesagt, z.B. Wärmedämmung.
Unbestritten.

Ich glaube, ein Zurück zu den Autos wäre ganz angebracht, um im
thematischen Rahmen der Gruppe zu bleiben. Dort finde ich an sich
technologie-zentrierte Ansätze (bestimmte Konstruktionsansätze ganz
verbieten) in der Regel falsch. Besser die Ziele definieren
(CO2-Grenzen, Schadstoffemissionsgrenzen, Effizienzmindestwerte,
Verbrauchsgrenzen), und dann Ingenieuren freie Hand geben, aber die
Einhaltung der Grenzen auch prüfen.

Und wenn ein kleiner, leichter LPG/CNG-Voll-Hybrid in einem
Loremo-fahrwiderstandsarmen Auto dort gut in diese Ziele passt, warum
das Ding politisch "verbieten", nur weil es eine Konstruktion "non
grata" hat?
Gegen ein 2.5t-Model X (selbst wenn der ein politisch gewollter BEV ist)
sieht das Ding allemal besser aus.

Genau so für CNG- oder moderne, abgasgereinigte Dieselmotoren in den
schweren Pkw oder Nutzfahrzeugen an der Grenze zum Schwerverkehr. Oder
für Range Extender Verbrenner in BEVs vom Schlage eines i3 REx.

Die Konstruktionsvielfalt ist gerade bei den Hybriden immens. Klar ist
aber: auch der Überwachungsaufwand steigt dort. Tarnen, tricksen,
täuschen bekommen in Bezug auf Energieverbrauch und Emmissionen ganz
neue Möglichkeiten, weil die Variabilität sehr hoch wird. Beim BEV muss
keine Zulassungsbehörde zittern, dass sie verknackt wird, die kann man
durchwinken und weiterschlafen.

Den Gesamt-CO2-Ausstoß kann man anders angehen: ganz oben über die
CO2-Zertifikate, aber auf alles. Und dann jährlich die Daumenschrauben
anziehen. Dann gehen die Verbraucher (Industrie und privat) ganz
automatisch auf Sonne und Wind als Energiequellen, steigern die
Geräteeffizienz und finden auch Speichermöglichkeiten zum Überstehen der
Dunkelflaute-Phasen. Naja, oder verlassen als Industrie die Jurisdiktion
EU und gehen wohin, wo man noch frei das CO2 in die Luft ballern kann.
Herr Trump ist gerade bemüht.

Grüße,
Ralf
Werner Holtfreter
2017-07-08 10:24:27 UTC
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Post by Ralf Koenig
Post by Martin K.
Post by Ralf Koenig
Dann rechne mal vor, wie das in DE billiger werden soll.
Heizöl: 50 Cent pro Liter, also pro 10 kWh, macht 5 ct/kWh
Strom: ca. 29 ct/kWh
Bei mir kostet der Strom 23 Cent/kWh. Und das ist nicht
mal der günstigste Anbieter, sondern das örtliche Stadtwerk.
Vielleicht auch für ne größere Abnahmemenge.
Nein:

Versorger: KlickEnergie Tarif: KlickStrom12
Preisdetails
Verbrauchsannahme 855 kWh/Jahr
x Arbeitspreis pro kWh brutto (netto) 23,05 (19,37) Ct./kWh
= Arbeitspreis gesamt 197,08 €/Jahr
+ Grundpreis brutto (netto) 65,57 (55,10) €/Jahr
= Jahreskosten ohne Bonus 262,65 €/Jahr
Post by Ralf Koenig
Post by Martin K.
Ein Kernfehler der Energiewende ist, dass die EEG Umlage nur
auf Strom umgelegt wird, nicht aber auf fossile Brennstoffe
zu Heizzwecken.
Der dann von Ralf als gottgegeben hingenommen wird, in dem er die
Kosten *mit* Steuern kalkuliert.

Wir erinnern uns: Die CO2-Einsparung (ob zur Rettung des Klimas nun
sinnvoll oder nicht) ist eine Entscheidung der Politik, die uns
(jedenfalls kurzfristig) teurer kommt, als würden wir kein CO2
sparen. Die Frage muss demnach lauten, mit welchen Maßnahmen die
Mehrkosten pro gesparter Tonne CO2 am billigsten zu haben sind. Die
Steuer muss dabei außer Acht gelassen werden, denn diese ist
letztlich neutral in dem Sinne, dass sie von der Allgemeinheit
gezahlt, aber von der Allgemeinheit auch kassiert wird.

Lassen wir Steuern und Abgaben außer Acht, dann müssen wir gar
nichts rechnen - es reicht gesunder Menschenverstand:

Mit niedrigsten GESAMTkosten kann grüner Strom dort Öl ersetzen, wo
dessen Verbrauch direkt und stationär, also ohne Akkus möglich ist.

Die mögliche Effizienzsteigerung durch Wärmepumpen und die
Möglichkeit, dass die Stromanbieter die Abnahme bei den
Verbrauchern fernsteuern, um Spitzen zu glätten, kommt noch
obendrauf. Elektrische Direktheizung kann man sicherlich für 20 min
abschalten, ohne dass die Raumtemperatur nennenswert sinkt.
Elektrische Speicherheizungen ohne weiteres bis 20 Stunden.

Richtig ist, dass Solarenergie den erhöhten Heiz-Strombedarf im
Winter nicht decken kann. Dann muss eben der relative Anteil der
Windenergie gesteigert werden, während selbstverständlich auch auf
der Verbraucherseite ein Mix aus verschiedenen Energieträgern noch
für lange Zeit sinnvoll bleibt.
--
Gruß Werner
Martin Luther hätte es heute schwer, zu einem
Evangelischen Kirchentag eingeladen zu werden.
Gernot Facius
Martin K.
2017-07-08 07:43:29 UTC
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Post by Werner Holtfreter
Post by Martin K.
Da kann sich Deutschland jetzt nicht lumpen lassen und
sollte auch den Ausstieg aus den Verbrennungsmotoren
festlegen.
Das wurde hier ja schon vorgetragen: Ich finde es sinnvoller,
dort mit der Umstellung von Öl auf Elektro zu beginnen, wo es
am einfachsten und billigsten möglich ist, nämlich bei der
Wohnungsheizung.
Ich finde man muss alles was geht parallel machen und nicht
gegenseitig ausspielen.
Post by Werner Holtfreter
Sogar die kurzfristigen Schwankungen des grünen
Stromangebots lassen sich so technisch simpel auffangen, statt
umgekehrt mit leistungsstarken Ladestationen für Autos neue
Spitzenlasten zu ggf. unerwünschten Zeiten zu schaffen ...
Das ist bei Elektroautos mindestens genauso gegeben, denn im
überwiegenden Teil werden Elektroautos am heimischen Stellplatz
geladen und da kann man den Ladezeitpunkt in gewissen Grenzen
verschieben. Wenn ich außerhalb dem Arbeitsweg nicht viel fahre,
reicht mir persönlich bei meinem 30 kWh EV sogar das Wochenende
für die Ladung aus. Also dann, wenn Industrie, Gewerbe, ...
wenig Strom brauchen. Die Situation wird sich bei größer
werdenden Akkus immer weiter verbessern.

Was allerdings noch fehlt ist eine Regelung der Ladevorgänge
nach den Bedürfnissen der Netzbetreiber und Stromerzeuger,
was ich mal mit Smart Grid umschreiben möchte.
Ralf Koenig
2017-07-08 09:29:06 UTC
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Post by Martin K.
Post by Werner Holtfreter
Sogar die kurzfristigen Schwankungen des grünen
Stromangebots lassen sich so technisch simpel auffangen, statt
umgekehrt mit leistungsstarken Ladestationen für Autos neue
Spitzenlasten zu ggf. unerwünschten Zeiten zu schaffen ...
Das ist bei Elektroautos mindestens genauso gegeben, denn im
überwiegenden Teil werden Elektroautos am heimischen Stellplatz
geladen und da kann man den Ladezeitpunkt in gewissen Grenzen
verschieben. Wenn ich außerhalb dem Arbeitsweg nicht viel fahre,
reicht mir persönlich bei meinem 30 kWh EV sogar das Wochenende
für die Ladung aus. Also dann, wenn Industrie, Gewerbe, ...
wenig Strom brauchen. Die Situation wird sich bei größer
werdenden Akkus immer weiter verbessern.
Was allerdings noch fehlt ist eine Regelung der Ladevorgänge
nach den Bedürfnissen der Netzbetreiber und Stromerzeuger,
was ich mal mit Smart Grid umschreiben möchte.
Situation in DE:
Dafür sind gerade für alle Verbraucher weitere 0,006 ct/kWh auf den
Strompreis gekommen.

"Umlage nach § 18 der Verordnung zu abschaltbaren Lasten"
https://de.wikipedia.org/wiki/Verordnung_zu_abschaltbaren_Lasten

Mal schauen, was es dafür so schickes geben wird. Die Protokolle sind
doch an sich fertig, aber in den neuen BEVs/PHEVs müsste es sichtbar
drin sein und von Stromanbieterseite auch unterstützt werden.

Dann könnte ein Stromversorger einem immerhin den Ladestrom abdrehen,
wenn der zu Spitzenlastzeiten gerade keinen Strom abgeben will. Also
wenn der Stromvertrag zwischen Kunde und Stromversorger so gestaltet
ist. Aber als Motivation dazu muss sich vorher da auch wirklich was
sparen lassen.

Grüße,
Ralf
Gerald Gruner
2017-07-07 22:03:12 UTC
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Post by Martin K.
Da kann sich Deutschland jetzt nicht lumpen lassen und
sollte auch den Ausstieg aus den Verbrennungsmotoren
festlegen. Auch als Signalwirkung an die deutsche Automobil-
industrie, die schließlich auch planen muss. Ich persönlich
bin für einen Zeitraum irgendwo zwischen 2030 und 2040.
Außerdem muss der Ausbau regenerativer Energie wieder
forciert werden und der überfällige Ausstieg aus den
Kohlekraftwerken beschlossen werden.
Warum erst so spät, nicht sofort?
Wer braucht schon Kraftwerke?
Strom kommt doch schließlich aus der Steckdose...

MfG
Gerald, <facepalmend>
--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.
Ralf Koenig
2017-07-07 23:14:34 UTC
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Post by Martin K.
Der französische Umweltminister Nicolas Hulot will in
Frankreich den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren
bis 2040 einstellen.
Und seine Amtszeit geht so lange? Respekt.

1955 geboren, dann ist er 2040 85 Lenze jung.

Überleg mal, was Obama wollte - und dann kam Mr. Trump.
Post by Martin K.
- bis 2022 Abschaltung Kohlekraftwerke
- bis 2025 Reduzierung Atomstromanteil von 75% auf 50%
- bis 2050 soll Frankreich CO2 neutral
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-07/frankreich-diesel-benzin-autos-verbot-nicolas-hulot
Meine Meinung dazu: wenn Politiker das regeln, was in ihre Amtszeit
fällt, werden die Sachen konkreter und auch realistischer.
Post by Martin K.
- bis 2022 Abschaltung Kohlekraftwerke
Hat Frankreich nur noch 1.6%.
DE aber noch 40%.

Ist schon ein Unterschied.

https://www.strom-magazin.de/info/stromerzeugung-in-deutschland/

Dafür sind unsere AKW deutlich schneller dem Ende geweiht - nach
aktueller Zielsetzung.
Post by Martin K.
- bis 2025 Reduzierung Atomstromanteil von 75% auf 50%
Dann sollte was her, was das auffängt.

Und dann muss er sich nur noch mit dem Wirtschaftsminister,
Sozialminister/Arbeitsminister, Finanzminister, den Gewerkschaften und
den Mitarbeitern dort einig werden. Sowas kann klappen, wenn es eine
breite Mehrheit aus der Bevölkerung gibt, aber auch schiefgehen.

Grüße,
Ralf
Werner Schmidt
2017-07-08 11:58:43 UTC
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Raw Message
Post by Martin K.
Der französische Umweltminister Nicolas Hulot will in
Frankreich den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren
bis 2040 einstellen.
[...]
Da kann sich Deutschland jetzt nicht lumpen lassen und
sollte auch den Ausstieg aus den Verbrennungsmotoren
festlegen. Auch als Signalwirkung an die deutsche Automobil-
industrie, die schließlich auch planen muss. Ich persönlich
bin für einen Zeitraum irgendwo zwischen 2030 und 2040.
jawoll! Können uns ja nicht von den Franzmännern rechts überholen
lassen, wo kämen wir denn hin!

;-)
Post by Martin K.
Außerdem muss der Ausbau regenerativer Energie wieder
forciert werden und der überfällige Ausstieg aus den
Kohlekraftwerken beschlossen werden.
ACK.

Gruß
Werner
Sieghard Schicktanz
2017-07-09 00:44:50 UTC
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Hallo Werner,
Post by Martin K.
Der französische Umweltminister Nicolas Hulot will in
Frankreich den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren
bis 2040 einstellen.
Iregendwie kommt mir der Name von was anderem bekannt vor...

...
Post by Martin K.
forciert werden und der überfällige Ausstieg aus den > Kohlekraftwerken
beschlossen werden.
ACK.
Wobei aber nicht vergessen werden darf, daß hier enorme Speicherkapazitäten
nötig werden. Das ist bisher _sträflich_ vernachlässigt worden und wird
sich mit Sicherheit äußerst unangenehm auswirken - im Süden fängt das schon
allmählich an, weil da ja "sinnigerweise" der Ausbau der Windkraftgewinnung
blockiert wurde ("10H-Regelung") und auch noch die Zuleitungen fehlen.

(BTW, bzgl. Speicherung, darf ich mal wieder an meine Idee des "inversen
Pumpspeicherwerks" verweisen?)
--
--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------
M. Schmidt
2017-07-08 15:40:10 UTC
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Raw Message
Post by Martin K.
festlegen. Auch als Signalwirkung an die deutsche Automobil-
industrie, die schließlich auch planen muss. Ich persönlich
bin für einen Zeitraum irgendwo zwischen 2030 und 2040.
2030 hätte keine Signalwirkung, weil schon andere Länder zu
diesem Zeitpunkt (oder sogar noch früher) keine Verbrenner
mehr neu zulassen wollen. Überhaupt kann man annehmen, dass
man so ein Verbot nicht braucht, weil es Verbrenner bis dahin
eh nicht mehr neu geben wird.

Vgl. Nokia: 2007 50% noch Weltmarktanteil und 2012 Pleite,
ausgelöst größtenteils vom iPhone und Android. Bei den
Verbrennern wird es langsamer als 5 Jahre gehen, aber bis
2030 sind es noch 12.5 Jahre.
Ralf Koenig
2017-07-08 20:55:54 UTC
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Raw Message
Post by M. Schmidt
Post by Martin K.
festlegen. Auch als Signalwirkung an die deutsche Automobil-
industrie, die schließlich auch planen muss. Ich persönlich
bin für einen Zeitraum irgendwo zwischen 2030 und 2040.
2030 hätte keine Signalwirkung, weil schon andere Länder zu
diesem Zeitpunkt (oder sogar noch früher) keine Verbrenner
mehr neu zulassen wollen. Überhaupt kann man annehmen, dass
man so ein Verbot nicht braucht, weil es Verbrenner bis dahin
eh nicht mehr neu geben wird.
Vgl. Nokia: 2007 50% noch Weltmarktanteil und 2012 Pleite,
Stimmt nicht. Lediglich Verkauf der Mobiltelefonsparte.
Post by M. Schmidt
ausgelöst größtenteils vom iPhone und Android. Bei den
Verbrennern wird es langsamer als 5 Jahre gehen, aber bis
2030 sind es noch 12.5 Jahre.
Solange nicht klar ist, was mit "Verbrenner" konkret technisch gemeint
ist, hat die Diskussion aus meiner Sicht auch keinen Wert.

Gerade die ganzen Hybridkonzepte entziehen sich einer eindeutigen
Zuordnung und werden wie ein Spielball mal in das eine Feld ("elektrisch
genug"), mal in das andere geworfen ("zu nah am mikro-hybridierten
Verbrennungsmotor, und der ist noch Verbrennner").

Der Betrieb mit SynFuel müsste geklärt werden.

Gas-Motoren müssten klassifiziert werden. Auch für den Betrieb aus
EE-Methan.

Brennstoffzellen auch - denn diese sind auch klar eine
Verbrennungstechnologie, steckt ja schon im Namen.

Grüße,
Ralf
M. Schmidt
2017-07-08 21:17:25 UTC
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Raw Message
Post by Ralf Koenig
Stimmt nicht. Lediglich Verkauf der Mobiltelefonsparte.
Das reicht doch. Von 150 Milliarden-Börsenwert auf 5. Es
zeigt, wie schnell eine damals recht arrogant und träge
agierende Firma weg vom Fenster sein kann. Und das hat eine
gewisse Ähnlichkeit mit einer hierzulande weit verbreiteten
Industriespate.
Post by Ralf Koenig
Solange nicht klar ist, was mit "Verbrenner" konkret technisch gemeint
ist, hat die Diskussion aus meiner Sicht auch keinen Wert.
Ich meine damit alles, was nicht rein elektrisch ist. Die
Elektrofahrzeuge haben nämlich eine angenehm geringe
Komplexität (Wartungskosten) - und wenn die Akkus weiter
10% pro Jahr billiger werden, sind sie auch bald für viele
wirtschaftlich interessanter and Benzin/Diesel.
Ralf Koenig
2017-07-09 16:45:11 UTC
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Raw Message
Post by M. Schmidt
Post by Ralf Koenig
Solange nicht klar ist, was mit "Verbrenner" konkret technisch gemeint
ist, hat die Diskussion aus meiner Sicht auch keinen Wert.
Ich meine damit alles, was nicht rein elektrisch ist. Die
Elektrofahrzeuge haben nämlich eine angenehm geringe
Komplexität (Wartungskosten) - und wenn die Akkus weiter
10% pro Jahr billiger werden, sind sie auch bald für viele
wirtschaftlich interessanter and Benzin/Diesel.
Hier ist mal die originale Quelle:

https://www.ecologique-solidaire.gouv.fr/sites/default/files/2017.07.06%20-%20Plan%20Climat.pdf

übersetzt mit Google kommen diese Kerninhalte raus. Und meine
Anmerkungen hinter den "==>".

-----------------------------------------------------------------

* über fünf Jahre Steuern auf Diesel und Benzin angleichen

==> das wird effektiv gesehen den Dieselpreis anheben und den
Dieselmotor weniger attraktiv machen, trifft damit die französische
Wirtschaft, aber beseitigt auch eine Schieflage zum Rest der Welt

* Abwrackprämie auf Altfahrzeuge (Benzin und Diesel vor 1997 bis 2001),
die Crit'Air nicht entsprechen. Förderung des Ersatzes dieser Fahrzeuge
durch Neu- oder jüngere Gebrauchtfahrzeuge.

==> ob es wirklich als Arme-Leute-Programm in der Bevölkerung ankommt,
bleibt abzuwarten.

* Bonus-Malus-System behalten (Zulassungssteuer/Kfz-Steuer)

Ist hier beschrieben:
https://de.ambafrance.org/Klimaschutz-Das-franzosische-Bonus-Malus-System-beim-Autokauf

* Anreize zum Erwerb von Elektrofahrzeugen

* Regierung wird Entwicklung alternativer Kraftstoffe unterstützen
(Strom, Erdgas/Biogas, Wasserstoff)."

==> Also: BEV bleiben. Gasmotoren bleiben. Brennstoffzellen auch.
Theoretisch gingen sogar H2-Verbrennungsmotoren.

* Und nochmal ganz explizit, aber für Lkw:
"Der Erwerb von Lkw mit Gasantrieb wird finanziell unterstützt."

==> Frankreich will langfristig damit nur weg vom Verbrennen von Diesel
oder Benzin, und das offenbar auch in Hybriden. Aber Gasmotoren gehen
auch in Pkw.

* "Die Regierung wird die Initiative ergreifen, eine ehrgeizige Euro
7-Abgasnorm vorzuschlagen, und setzt sich das Ziel, den Verkauf von
Autos mit Ausstoß von Treibhausgasen 2040 zu beenden."

* "Sie wird diese Position auf europäischer und internationaler Ebene
vertreten und eine Koalition mit Ländern eingehen, die dieses Ziel
teilen (die Niederlande, Indien, ...).
-----------------------------------------------------------------

Fazit: Angleichung Benzin und Diesel. Schadstoffemissionen abseits CO2
rücken in den Vordergrund. BEV, FCEV, aber auch Gas-Motoren bleiben auch
langfristig in politisch unterstützen Rahmen.

Grüße,
Ralf
Frank Kemper
2017-07-09 20:54:17 UTC
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Raw Message
Post by M. Schmidt
Das reicht doch. Von 150 Milliarden-Börsenwert auf 5. Es
zeigt, wie schnell eine damals recht arrogant und träge
agierende Firma weg vom Fenster sein kann. Und das hat eine
gewisse Ähnlichkeit mit einer hierzulande weit verbreiteten
Industriespate.
Fünf Euro ins Phrasenschwein bitte.

Frank
--
Jetzt neu: Red Bullet - der Roman
http://www.amazon.de/Red-Bullet-ebook/dp/B00AXNQPZI
Martin K.
2017-07-29 18:44:29 UTC
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Raw Message
Post by Martin K.
Der französische Umweltminister Nicolas Hulot will in
Frankreich den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren
bis 2040 einstellen.
Auch UK will bis 2040 die Verbrenner verbieten:
http://www.huffingtonpost.de/2017/07/26/dieselverbot_n_17584732.html

Zitat:
Großbritannien plant ein Verkaufsverbot von Diesel- und Benzinautos
bis zum Jahr 2040. Das berichten britische Zeitungen am Mittwoch
übereinstimmend unter Berufung auf die britische Regierung. ...

Der "Times" zufolge sollen unter das Verbot auch Hybrid-Autos
fallen, die neben einem Elektro- mit einem Benzin- oder Dieselmotor
ausgestattet sind. Zur Verbesserung der Luftqualität seien dann nur
noch Elektroautos auf britischen Straßen erlaubt.
Post by Martin K.
Da kann sich Deutschland jetzt nicht lumpen lassen und
sollte auch den Ausstieg aus den Verbrennungsmotoren
festlegen.
Die Sicht auf Deutschland aus Österreich:
http://derstandard.at/2000061796118/Grossbritannien-soll-ab-2040-Diesel-und-Benzin-Autos-verbieten

Auch Debatte in Deutschland

Erst vor knapp drei Wochen hatte Frankreich seine Pläne für
ein Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2040 bekanntgegeben.
Norwegen hat sich sogar vorgenommen, dass ab 2025 alle Neuwagen
emissionsfrei fahren.

Angesichts der britischen Pläne, ab 2040 voll auf batterie-
betriebene oder mit einer Brennstoffzelle ausgestattete Fahrzeuge
zu setzen, forderten am Mittwoch auch Politiker in Deutschland
klare zeitliche Vorgaben für die Abkehr von Benzin- und Diesel-
autos auf deutschen Straßen.

"Den Abschied von der Verbrennungstechnologie werden wir
kurzfristig einleiten müssen", meldete sich etwa der
Verkehrspolitiker der regierenden CDU, Oliver Wittke, zu Wort.
Es gehe nicht an, dass Großbritannien hier den "Taktgeber"
spiele, das europäische Automobilland Nummer eins aber
hinterherhinke, sagte Wittke im Deutschlandfunk. Der Ausstieg
soll nach Möglichkeit in Absprache mit den europäischen
Partnern erfolgen, wobei der richtige Zeitpunkt noch zu klären
sei. Ähnlich äußerte sich im ARD-Morgenmagazin Herbert Behrens,
ein Verkehrspolitiker der Linken.
Werner Holtfreter
2017-07-29 20:13:30 UTC
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Post by Martin K.
Angesichts der britischen Pläne, ab 2040 voll auf batterie-
betriebene oder mit einer Brennstoffzelle ausgestattete Fahrzeuge
zu setzen, forderten am Mittwoch auch Politiker in Deutschland
klare zeitliche Vorgaben für die Abkehr von Benzin- und Diesel-
autos auf deutschen Straßen.
Diese Länder folgten der deutschen Eselei nicht, Kernkraftwerke
abzuschalten, hätten also evtl. sauberen Strom für den Verkehr. Wir
sollten der britischen Eselei so wenig folgen, wie sie unserer
gefolgt sind.
--
Gruß Werner

HC Ahlmann
2017-07-31 20:53:36 UTC
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Raw Message
Post by Werner Holtfreter
Diese Länder folgten der deutschen Eselei nicht, Kernkraftwerke
abzuschalten, hätten also evtl. sauberen Strom für den Verkehr.
Nur weil der Dreck nicht durch den Auspuff kommt, sind Kernkraftwerke
nicht sauberer. Ein Gastronomiebertrieb würde mit diesem
Entsorgungskonzept keine Genehmigung bekommen.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Richard Lechner
2017-08-01 04:38:05 UTC
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Raw Message
Post by HC Ahlmann
Nur weil der Dreck nicht durch den Auspuff kommt, sind Kernkraftwerke
nicht sauberer. Ein Gastronomiebertrieb würde mit diesem
Entsorgungskonzept keine Genehmigung bekommen.
Andere Länder haben auch kein Endlager sondern lagern es wieder
erreichbar, die rechnen alle damit das man in Zukunft die 90%
verbleibenden Restbrennstoff verwenden wird können.
Nur die Deutschen haben das Zeug in der Landschaft verteilt und wundern
sich wieso Wasser und Salz das Material angreift!

Jetzt ist es (k)eine Frage ob die bekloppten Besserwisser richtig liegen
oder die anderen 30 Atomländer.
Ralf Koenig
2017-08-01 15:44:28 UTC
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Raw Message
Post by Richard Lechner
Post by HC Ahlmann
Nur weil der Dreck nicht durch den Auspuff kommt, sind Kernkraftwerke
nicht sauberer. Ein Gastronomiebertrieb würde mit diesem
Entsorgungskonzept keine Genehmigung bekommen.
Andere Länder haben auch kein Endlager sondern lagern es wieder
erreichbar, die rechnen alle damit das man in Zukunft die 90%
verbleibenden Restbrennstoff verwenden wird können.
Nur die Deutschen haben das Zeug in der Landschaft verteilt und wundern
sich wieso Wasser und Salz das Material angreift!
Ich glaube, dann ist deine Informationslage eher dünn. :-)
Post by Richard Lechner
Jetzt ist es (k)eine Frage ob die bekloppten Besserwisser richtig liegen
oder die anderen 30 Atomländer.
Die 28.000 Fässer (nur 1950-1963), das ging dann noch bis 1993 weiter,
verteilt auf den Grund des Ärmelkanals (stimmt, da sind Salz und Wasser
ja nun wirklich nicht vorhanden, hust) sind also saupraktisch, weil ja
"wieder erreichbar"? Du solltest dich als Marketing Direktor in der
Atom- oder Abfall- ääh natürlich Wertstoff-Industrie bewerben. :-)

http://www.sueddeutsche.de/wissen/radioaktive-altlasten-als-der-aermelkanal-atommuell-schluckte-1.1647931


Für die ganze Nordsee:
"Nach Darstellung der Grünen unter Berufung auf offizielle Statistiken
aus dem Jahr 2012 lagern in der Nordsee an 15 Stellen 114.726 Tonnen
Atommüll in 222.732 Fässern - Alpha-, Beta- und Gammastrahler."

Na dann viel Spaß bei deren Zweitnutzung. Sind ja nur 222.732 Fässer
irgendwo am Meeresboden im Schlick, wo gut 50 Jahre Salzwasser und
Strömung dran geknabbert haben.

Grüße,
Ralf
Richard Lechner
2017-08-02 05:41:22 UTC
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Raw Message
Post by Ralf Koenig
Die 28.000 Fässer (nur 1950-1963), das ging dann noch bis 1993 weiter,
verteilt auf den Grund des Ärmelkanals (stimmt, da sind Salz und Wasser
ja nun wirklich nicht vorhanden, hust) sind also saupraktisch, weil ja
"wieder erreichbar"? Du solltest dich als Marketing Direktor in der
Atom- oder Abfall- ääh natürlich Wertstoff-Industrie bewerben. :-)
Nach offiziellen Angaben enthalten sie schwach- bis mittelradioaktiven
Abfall der Atomindustrie, aus Forschung und Medizin;

Da ist also kein hochradioaktiver Müll verkappt. Dann dreht mal die
medizinischen Geräte ab und sterbt früher! Keine Strahlentherapie mehr
für Moralisten, ohne Behandlung keinen Abfall! Wie ist es damit? Hast du
soviel Rückgrat oder nur blabla und wenns drauf ankommt ist dir dein
Leben wichtiger als ein Gramm Müll im Meer?

Und dann heißt es weiter:

So machte die damalige Bundesforschungsanstalt für Fischerei mit ihrem
Schiff „Walter Herwig III“ in den Jahren 1996, 1998 und 2000 Fahrten in
die Iberische Tiefsee vor Spanien, um zu prüfen, ob sich in den dortigen
Meerestiefen von 4700 Meter radioaktive Spuren im Ökosystem Meer finden
lassen. Gesucht wurde nach Plutonium, Cäsium und Strontium.

„Die ermittelte Gesamt-Plutonium-Aktivität war nicht signifikant von der
des Vergleichsgebietes oder des übrigen Atlantiks verschieden“, heißt es
in der Regierungsantwort im August 2012. Auch für Cäsium-137 und
Strontium-90 seien keine erhöhten Aktivitäten gemessen worden. Zudem
seien andere Studien zu dem Schluss gekommen, dass das Risiko, dass die
Radioaktivität über Meerestiere in „höher gelegene Wassertiefen der
kommerziellen Fischerei“ transportiert wird, vernachlässigbar sei.


Und über schwach- und mittelradioaktivem Müll heisst es:

Sie sind nach 500 Jahren im Durchschnitt nicht gefährlicher als
handelsüblicher Phosphatdünger, wie er in der Landwirtschaft verwendet
wird.


Vielleicht mal etwas mehr Information bevor man Kopflos über die Klippen
springt:

http://www.eike-klima-energie.eu/2011/04/30/bestrahlung-verstrahlung-
erhoehte-radioaktivitaet-fakten-zur-strahlung-aus-nuklearmedizinischer-
sicht/

Als Deutscher sollte man sich auch damit beschäftigen, nur um zu wissen
warum man nach einem Tsunami mal eben die Kraftwerke abschaltet:

https://de.wikipedia.org/wiki/Stampede
Werner Holtfreter
2017-08-02 08:53:44 UTC
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Raw Message
Post by Richard Lechner
Sie sind nach 500 Jahren im Durchschnitt nicht gefährlicher als
handelsüblicher Phosphatdünger, wie er in der Landwirtschaft
verwendet wird.
500 Jahre ist ein überschaubarer Zeitraum. Doch das ins Meer zu
kippen ist fast so verantwortungslos wie die Versenkung von
Munition. Beim Bau von Offshore-Windparks holt uns das Problem nun
ein.

| Schleswig-Holstein. Das Bundesland ist am stärksten von den Bomben
| in der Tiefe betroffen. 1,6 Millionen Tonnen konventionelle
| Munition. Dazu kommen 170.000 Tonnen chemische Kampfstoffe in der
| gesamten Nordsee und bis zu 65.000 Tonnen in der ganzen Ostsee.
|
| Am Ende des Zweiten Weltkrieges gab es bei allen Kriegsbeteiligten
| noch Restbestände von Rüstungsgütern, Bomben, Torpedos, Minen und
| viele andere Sprengkörper. Die wurden schlichtweg nicht mehr
| gebraucht und sind dann, das war damals die gängige Praxis, im
| Meer versenkt worden.
www.deutschlandfunk.de/munitionsaltlasten-in-nord-und-ostsee-tickende-zeitbomben.724.de.html?dram:article_id=299179
--
Gruß Werner
http://vera-lengsfeld.de/2017/07/26/1540
www.nzz.ch/international/pegida-bist-du-nicht-weltoffen-wirst-du-geschlossen-ld.1307345
Sieghard Schicktanz
2017-08-02 23:40:29 UTC
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Hallo Richard,
Post by Richard Lechner
Post by Ralf Koenig
Die 28.000 Fässer (nur 1950-1963), das ging dann noch bis 1993 weiter,
verteilt auf den Grund des Ärmelkanals (stimmt, da sind Salz und Wasser
...
Post by Richard Lechner
Da ist also kein hochradioaktiver Müll verkappt. Dann dreht mal die
...
Post by Richard Lechner
So machte die damalige Bundesforschungsanstalt für Fischerei mit ihrem
Schiff „Walter Herwig III“ in den Jahren 1996, 1998 und 2000 Fahrten in
die Iberische Tiefsee vor Spanien, um zu prüfen, ob sich in den dortigen
Meerestiefen von 4700 Meter radioaktive Spuren im Ökosystem Meer finden
Hmmm. Ich frage mich grade, in welcher Richtung der Ärmelkanal durchströmt
wird. War da nicht was mit dem Golfstrom, von der spanischen Küste Richtung
Nordsee?

...
Post by Richard Lechner
Sie sind nach 500 Jahren im Durchschnitt nicht gefährlicher als
handelsüblicher Phosphatdünger, wie er in der Landwirtschaft verwendet
Irgendwann ist alles wieder im Breich der natürlichen Aktivität, richtig.
--
--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
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Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
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Richard Lechner
2017-08-03 09:36:05 UTC
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Raw Message
Post by Sieghard Schicktanz
Hmmm. Ich frage mich grade, in welcher Richtung der Ärmelkanal
durchströmt wird. War da nicht was mit dem Golfstrom, von der spanischen
Küste Richtung Nordsee?
Ja wenn warmes _Oberflächenwasser_ in den Norden strömt dann geht die
Welt dort über! Oder könnte es da irgendwie einen Ausgleich der
Wassermassen geben?
Post by Sieghard Schicktanz
Irgendwann ist alles wieder im Breich der natürlichen Aktivität, richtig.
Die Altvorderen wussten schon eher mit den Stoffen umzugehen als die von
Panikattacken getrieben Weltenretter. Wasser isoliert sehr gut gegen
Strahlung, so ein Zufall aber auch.
Irgendwo muss das Zeuch hin, es gibt keine mülllose Zivilisation, ein
Teil wird immer über bleiben.
Also radioaktive Abfälle lieber vergraben wie den Restmüll? Da steckt
eher die Gefahr drinnen denn Wasser hat einen kleinen Kopf.

Wie war das mit den Lügenpeace und Brent Spar? Heute weiß man das Schiffe
exzellente Riffe abgeben und versenkt Schiffe und Wagons absichtlich!
HC Ahlmann
2017-08-03 11:12:12 UTC
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Raw Message
[radioaktive Abfälle im Ärmelkanal]
Post by Richard Lechner
Die Altvorderen wussten schon eher mit den Stoffen umzugehen als die von
Panikattacken getrieben Weltenretter. Wasser isoliert sehr gut gegen
Strahlung, so ein Zufall aber auch.
Iss bloß keine Fische oder Meeresfrüchte.
Die Gefahr besteht nicht in einer Fernwirkung der Strahlung, sondern in
der Verbreitung strahlender Partikel in wirtschaftliche genutzte
Bereiche und ihrer Anreicherung in der Nahrungskette.
Post by Richard Lechner
Irgendwo muss das Zeuch hin, es gibt keine mülllose Zivilisation, ein
Teil wird immer über bleiben.
Also radioaktive Abfälle lieber vergraben wie den Restmüll? Da steckt
eher die Gefahr drinnen denn Wasser hat einen kleinen Kopf.
Wie war das mit den Lügenpeace und Brent Spar? Heute weiß man das Schiffe
exzellente Riffe abgeben und versenkt Schiffe und Wagons absichtlich!
Die absichtlich zur Riffbildung versenkten Schiffe werden von Treib- und
Schmierstoffen befreit. Brent Spar enthielt jedoch noch um 100t giftiger
Ölrückstände, die Shell verklappen wollte, was unter anderem wegen der
Aufdeckung durch Greenpeace, deren Kampagne mit der zurückgezpgenen
Menge 5000t und eine Boykott von Shell- wie Esso-Tankstellen verhindert
wurde – Brent Spar wurde abgewrackt.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Richard Lechner
2017-08-03 13:34:11 UTC
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Raw Message
Post by HC Ahlmann
Die absichtlich zur Riffbildung versenkten Schiffe werden von Treib- und
Schmierstoffen befreit. Brent Spar enthielt jedoch noch um 100t giftiger
Ölrückstände, die Shell verklappen wollte, was unter anderem wegen der
Aufdeckung durch Greenpeace, deren Kampagne mit der zurückgezpgenen
Menge 5000t und eine Boykott von Shell- wie Esso-Tankstellen verhindert
wurde – Brent Spar wurde abgewrackt.
Das waren immer schon Lügner und werden es weiter sein!

http://www.tagesanzeiger.ch/digital/social-media/Der-Schwindel-von-
Greenpeace-/story/16933124

Mit CO2-Wahn Geld einsammeln aber selber mit dem Flieger ins Wochenende,
was für verlogene Moralisten!


ÖL ist ein Naturprodukt und kommt dort, im Gegensatz zu Plastik, auch
vor, zu den 75 - 100T die man in Relation setzen muss:

Ein einziges Feld solcher Quellen (Broken Spur) entläßt zwischen 500 000
und 5 Millionen Tonnen dieser Metalle jährlich in die Tiefsee.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9202325.html


In einem Editorial des Wissenschaftsjournals Nature wurde Greenpeace im
Zusammenhang mit der Brent-Spar-Kampagne vorgeworfen, nicht an Fakten
interessiert gewesen zu sein.[11] Zwei britische Meeresforscher wiesen
darauf hin, dass in vielen Gebieten des Meeresbodens große Mengen an
Schwermetallen sowie auch Rohöl aus heißen Quellen ausströmen. Gerade in
diesen Gebieten gedeihe ein reiches Tiefseeleben. Für Mikroorganismen auf
dem Meeresboden wäre die Versenkung der Brent Spar sogar vorteilhaft
gewesen. Die Überbewertung relativ kleiner Probleme würde, so die
Wissenschaftler, dazu führen, dass die dringendsten Umweltprobleme, wie
etwa die Überfischung des Nordatlantiks, vernachlässigt würden.[12]

https://de.wikipedia.org/wiki/Brent_Spar
Sieghard Schicktanz
2017-08-03 19:50:42 UTC
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Hallo Richard,
Post by Richard Lechner
Post by Sieghard Schicktanz
Hmmm. Ich frage mich grade, in welcher Richtung der Ärmelkanal
durchströmt wird. War da nicht was mit dem Golfstrom, von der spanischen
Küste Richtung Nordsee?
Ja wenn warmes _Oberflächenwasser_ in den Norden strömt dann geht die
Welt dort über! Oder könnte es da irgendwie einen Ausgleich der
Wassermassen geben?
Ächt? Dahinter geht nix mehr weiter? Das ganze Wasser muß´gleich wieder auf
demselben Weg zurück, bloß in viel größerer Tiefe? Äh, wie tief ist nochmal
der Ärmel?
Ich meine mich zu erinnern, mal gelernt zu haben, daß es nördlich vom
nördlichen Ende des Ärmelkanals erstmal ein flaches Meeresbecken gibt, das
noch weiter nach Norden offen ist und wo viel Wasser um ein paar Inseln,
darunter auch die, die den Ärmelkanal begrenzt, wieder zurückfließen können
soll. Ist das nicht mehr so?
Post by Richard Lechner
Post by Sieghard Schicktanz
Irgendwann ist alles wieder im Breich der natürlichen Aktivität, richtig.
Die Altvorderen wussten schon eher mit den Stoffen umzugehen als die von
Jaklar, die alten Griechen haben immer schon alles besser gewußt.
Post by Richard Lechner
Panikattacken getrieben Weltenretter. Wasser isoliert sehr gut gegen
Strahlung, so ein Zufall aber auch.
Irgendwo muss das Zeuch hin, es gibt keine mülllose Zivilisation, ein
Teil wird immer über bleiben.
Es sollte das Endziel der Zivilisation sein: mülllos sein. Alles
aufzuarbeiten, so wie es die natürlichen Kreisläufe seit Äonen tun. Sicher
können da immer wieder korrigierende Anpassungen nötig werden, aber deren
Ziel sollte eben die vollständige Wiederaufbereitung (neu-DAmisch:
Recycling) sein.
Post by Richard Lechner
Also radioaktive Abfälle lieber vergraben wie den Restmüll? Da steckt
Radioaktive "Abfälle" sind in dem Zusammenhang etwas sonst völlig
unbekanntes: es sind Materialien - Elemente_ - die es vorher in der Natur
zu einem guten Teil nicht gab. Glücklicherweise "entsorgen" sich die
selber, eben durch ihre Radioaktivität, aber das dauert halt recht lange.
In der Zwischenzeit muß ein Weg gefunden werden, diese _un_natürliche
Belastung im Griff zu behalten. (Bzw. sie erstmal in denselben zu kriegen.)
--
--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
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Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
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Lars Wilhelm
2017-08-05 05:29:19 UTC
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Raw Message
Post by Sieghard Schicktanz
Hallo Richard,
Post by Richard Lechner
Post by Sieghard Schicktanz
Hmmm. Ich frage mich grade, in welcher Richtung der Ärmelkanal
durchströmt wird. War da nicht was mit dem Golfstrom, von der spanischen
Küste Richtung Nordsee?
Nein. Es ist nicht der Golfstrom im eigentlichen Sinn. Es ist im Wesentlichen die Tidewelle des Atlantiks. Oder glaubt irgentjemand, die Nordsee hätte ne eigene Tide?
[..]
Post by Sieghard Schicktanz
Post by Richard Lechner
Post by Sieghard Schicktanz
Irgendwann ist alles wieder im Breich der natürlichen Aktivität, richtig.
Die Altvorderen wussten schon eher mit den Stoffen umzugehen als die von
Jaklar, die alten Griechen haben immer schon alles besser gewußt.
Post by Richard Lechner
Panikattacken getrieben Weltenretter. Wasser isoliert sehr gut gegen
Strahlung, so ein Zufall aber auch.
Irgendwo muss das Zeuch hin, es gibt keine mülllose Zivilisation, ein
Teil wird immer über bleiben.
Es sollte das Endziel der Zivilisation sein: mülllos sein. Alles
aufzuarbeiten, so wie es die natürlichen Kreisläufe seit Äonen tun. Sicher
können da immer wieder korrigierende Anpassungen nötig werden, aber deren
Recycling) sein.
Nunja, das klappt ja auch weitgehend.
Post by Sieghard Schicktanz
Post by Richard Lechner
Also radioaktive Abfälle lieber vergraben wie den Restmüll? Da steckt
Radioaktive "Abfälle" sind in dem Zusammenhang etwas sonst völlig
unbekanntes: es sind Materialien - Elemente_ - die es vorher in der Natur
zu einem guten Teil nicht gab.
Quark. Außer Technitium, Prometium sowie die Actinide größer Plutonium sind alle Elemente des radioaktiven Abfalls auch in de Natur vorhanden. Technitium und Prometium sowie die schweren Actinide sind seit den Zeiten der Elemententstehung halt wieder zerfallen.
(Der vollständigkeit halber Alles größer 100, was man so noch hergestellt hat, sind einzelne Atömchen, die man mit verschwindend kleinen Ausbeuten herstellt. Das sind Prozesse, die so in der Natur nicht vorkommen- auch nicht im All.)
Außerdem ist es völlig egal, welches konkrete Element zerfällt. Ein Alpha ist ein Alpha und ein Gammaquant ein Gammaquant.
Die Wirkung von radioaktivität hängt ausschließlich vom Energieeintrag in das Gewebe ab. Und das Leben ist von jeher an eine Strahlenbelastung gewöhnt. Das ist schlicht nix neues.
Richtig ist natürlich, dass man die Abfälle nicht so offen rumliegenlassen sollte, da es sich doch um mächtige Strahlenquellen handelt. Nur- Wie immer bei jeder Gefahr muss man werten. Und da sollte man halt schauen, woher die Belastung so stammt.
Bislang trägt Atommüll wenig bis keinenen Anteil des Gesamtpakets. Und auch das Zeug in den Meeren wird auch bei Anreichung in der Nahrungskette nichts wesentliches beitragen.






Glücklicherweise "entsorgen" sich die
Post by Sieghard Schicktanz
selber, eben durch ihre Radioaktivität, aber das dauert halt recht lange.
In der Zwischenzeit muß ein Weg gefunden werden, diese _un_natürliche
Belastung im Griff zu behalten. (Bzw. sie erstmal in denselben zu kriegen.)
--
--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
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Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------
Wolfgang May
2017-08-03 11:06:43 UTC
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Raw Message
Post by Sieghard Schicktanz
Hallo Richard,
Post by Richard Lechner
Post by Ralf Koenig
Die 28.000 Fässer (nur 1950-1963), das ging dann noch bis 1993 weiter,
verteilt auf den Grund des Ärmelkanals (stimmt, da sind Salz und Wasser
...
Post by Richard Lechner
Da ist also kein hochradioaktiver Müll verkappt. Dann dreht mal die
...
Post by Richard Lechner
So machte die damalige Bundesforschungsanstalt für Fischerei mit ihrem
Schiff ???Walter Herwig III??? in den Jahren 1996, 1998 und 2000 Fahrten in
die Iberische Tiefsee vor Spanien, um zu prüfen, ob sich in den dortigen
Meerestiefen von 4700 Meter radioaktive Spuren im Ökosystem Meer finden
Hmmm. Ich frage mich grade, in welcher Richtung der Ärmelkanal durchströmt
wird. War da nicht was mit dem Golfstrom, von der spanischen Küste Richtung
Nordsee?
Nein.
Der Golfstrom stroemt noerdlich der britischen Inseln, und auch nicht
in die Nordsee, sondern ins Europaeische Nordmeer.

Mach Dich doch ueber einfache Fakten schlau, bevor Du dummes Zeug postest.

Wolfgang
HC Ahlmann
2017-08-03 11:49:32 UTC
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Post by Wolfgang May
Post by Sieghard Schicktanz
Hmmm. Ich frage mich grade, in welcher Richtung der Ärmelkanal durchströmt
wird. War da nicht was mit dem Golfstrom, von der spanischen Küste Richtung
Nordsee?
Nein.
Der Golfstrom stroemt noerdlich der britischen Inseln, und auch nicht
in die Nordsee, sondern ins Europaeische Nordmeer.
Der Ärmelkanal wird ostwärts von Wasser des Golfstroms durchflossen (ca.
5000 km^3/a); etwa die zehnfache Menge gelangt nördlich um die
Shetland-Inseln in die Nordsee.
Post by Wolfgang May
Mach Dich doch ueber einfache Fakten schlau, bevor Du dummes Zeug postest.
Mach mal. Wie verzweigt sich der Golfstrom?
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
HC Ahlmann
2017-08-01 19:54:47 UTC
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Raw Message
Post by Richard Lechner
Post by HC Ahlmann
Nur weil der Dreck nicht durch den Auspuff kommt, sind Kernkraftwerke
nicht sauberer. Ein Gastronomiebertrieb würde mit diesem
Entsorgungskonzept keine Genehmigung bekommen.
Andere Länder haben auch kein Endlager sondern lagern es wieder
erreichbar, die rechnen alle damit das man in Zukunft die 90%
verbleibenden Restbrennstoff verwenden wird können.
Hoffnung ist kein Entsorgungskonzept.
Die Ewigkeitskosten der Lagerungwerden den Gewinn übesteigen, bevor die
Gefahr auch nur halb herum ist. Aber die haben die KKW-Betreiber mit
einer Abschlagzahlung aus der Bilanz bekommen; dafür wird ein
"Atompfennig" kommen.
Post by Richard Lechner
Nur die Deutschen haben das Zeug in der Landschaft verteilt und wundern
sich wieso Wasser und Salz das Material angreift!
Da ist der nächste Irrtum. Mehrere europäische Staaten haben Fässer mit
radioaktiven Abfällen im Ärmelkanal verklappt, wo Wasser und Salz die
Radioaktivtät freisetzen:
<https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article115539849/Faesser-mit-Atommuell-verrotten-im-Aermelkanal.html>
Die Aufbereitungsanlagen La Hague und Sellafield verteilen radioaktive
Abwässer endgültig und ohne lästige Umhüllung in Ärmelkanal und Irischer
See.

Die Lagerung in Salzstöcken ist so verführerisch, weil es plastisch,
wärmeunempfindlich und trocken ist – letzteres nur, bis man ein Loch
hineinbohrt und bewettert.
Post by Richard Lechner
Jetzt ist es (k)eine Frage ob die bekloppten Besserwisser richtig liegen
oder die anderen 30 Atomländer.
Ich sehe im Augenblick nur einen, der wegen Falschaussagen als
bekloppter Besserwisser einzuordnen wäre.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Martin K.
2017-07-31 16:24:04 UTC
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Raw Message
Post by Martin K.
Post by Martin K.
Der französische Umweltminister Nicolas Hulot will in
Frankreich den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren
bis 2040 einstellen.
http://www.huffingtonpost.de/2017/07/26/dieselverbot_n_17584732.html
Der Strick um den Hals der Verpenner zieht sich langsam zu:

Schweiz soll Benziner und Dieselautos verbieten

Die Grünen fordern ein Verbot neuer Diesel- und Benzinfahrzeuge
in der Schweiz ab 2025. Bürgerliche Politiker sind skeptisch.

Regula Rytz, Parteipräsidentin der Grünen, fordert ein Verbot
von Diesel- und Benzinfahrzeugen in den nächsten zehn bis
fünfzehn Jahren. «Ab dann sollen in der Schweiz keine Neuwagen
mit Verbrennungsmotoren mehr importiert werden. Die abgasfreie
Mobilität wird die europäische Automobilindustrie umgekrempeln.

In diesem Prozess sollten die Schweiz eine Pionierrolle
einnehmen und nicht den anderen europäischen Ländern
hinterherhinken», sagt Rytz. Die Schweiz habe keine
Automobilindustrie und könne als Kundin wichtige
Marktsignale senden. Schon 1986 sei die Schweiz mit
gutem Beispiel vorangegangen. Damals hat sie als erstes
Land im Alleingang den Katalysator eingeführt. (Anm:
Hä? Das habe ich anders in Erinnerung!)

Vorstoss im Parlament eingereicht

Sorgen, dass Besitzer von Diesel- und Benzinautos von einem
auf den anderen Tag enteignet würden, brauche sich niemand
zu machen, sagt Rytz. «In einem ersten Schritt würde die
Zulassung von Neuwagen geregelt, die bestehenden Fahrzeuge
aber dürften bis zur Ausmusterung weiterfahren.» Schon heute
hätten europäische Städte Umweltzonen eingerichtet, in denen
keine Dieselfahrzeuge mehr verkehren dürften.

Rytz ist überzeugt, dass auch die Bevölkerung das Umschwenken
auf Elektromobilität unterstützt. «Das deutliche Ja zur
Energiestrategie hat gezeigt, dass die Leute etwas verändern
wollen und bereit sind, sich von der fossilen Mobilität zu
verabschieden.» Autos mit Verbrennungsmotoren seien ja nicht
nur klimaschädlich, sondern verbreiteten auch krebserregende
Feinpartikel und gesundheitsschädigende Schadstoffe. [...]

http://www.20min.ch/finance/news/story/Schweiz-soll-Benziner-und-Dieselautos-verbieten-25636607
Wolfgang May
2017-07-31 20:10:19 UTC
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Raw Message
Post by Martin K.
Post by Martin K.
Post by Martin K.
Der französische Umweltminister Nicolas Hulot will in
Frankreich den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren
bis 2040 einstellen.
http://www.huffingtonpost.de/2017/07/26/dieselverbot_n_17584732.html
Schweiz soll Benziner und Dieselautos verbieten
Die Grünen fordern ein Verbot neuer Diesel- und Benzinfahrzeuge
in der Schweiz ab 2025. Bürgerliche Politiker sind skeptisch.
Regula Rytz, Parteipräsidentin der Grünen, fordert ein Verbot
von Diesel- und Benzinfahrzeugen in den nächsten zehn bis
fünfzehn Jahren. «Ab dann sollen in der Schweiz keine Neuwagen
mit Verbrennungsmotoren mehr importiert werden. Die abgasfreie
Mobilität wird die europäische Automobilindustrie umgekrempeln.
In diesem Prozess sollten die Schweiz eine Pionierrolle
einnehmen und nicht den anderen europäischen Ländern
hinterherhinken», sagt Rytz.
Altes Volkslied: Im Morgenthau auf die Almen wir zieh'n.
Post by Martin K.
Die Schweiz habe keine
Automobilindustrie und könne als Kundin wichtige
Marktsignale senden.
Genau. Individuelle Mobilitaet nur noch fuer Millionaere.
Post by Martin K.
Schon 1986 sei die Schweiz mit
gutem Beispiel vorangegangen. Damals hat sie als erstes
Hä? Das habe ich anders in Erinnerung!)
Ja. Alle Schweizer Autohersteller haben damals (sogar rueckwirkend
bis zum Zeitpunkt des Ruetlischwurs) nur Kfz mit geregeltem
Katalysator produziert.

Die spinnen, die Gruenen.

Wolfgang
Frank Kemper
2017-08-01 17:04:45 UTC
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Raw Message
Post by Martin K.
Post by Martin K.
Der französische Umweltminister Nicolas Hulot will in
Frankreich den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren
bis 2040 einstellen.
http://www.huffingtonpost.de/2017/07/26/dieselverbot_n_17584732.html
Kobil, lass doch deine Scheiß-Elektropropaganda. Übrigens können wir alle
Nachrichten lesen, und die Huffingon Post zitieren Menschen mir Stil und
Anstand nicht, zumindest die deutsche nicht, diese Focus-Resterampe.

Frank

PS: 2040 bin ich 78. Vielleicht fahre ich dann bereits elektrisch auf
Krankenkassenkosten.
--
Jetzt neu: Red Bullet - der Roman
http://www.amazon.de/Red-Bullet-ebook/dp/B00AXNQPZI
Martin K.
2017-08-07 06:52:39 UTC
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Raw Message
Post by Martin K.
Post by Martin K.
Post by Martin K.
Der französische Umweltminister Nicolas Hulot will in
Frankreich den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren
bis 2040 einstellen.
http://www.huffingtonpost.de/2017/07/26/dieselverbot_n_17584732.html
Schweiz soll Benziner und Dieselautos verbieten
http://www.20min.ch/finance/news/story/Schweiz-soll-Benziner-und-Dieselautos-verbieten-25636607
Jetzt plant auch Österreich den Ausstieg aus den Stinkern bis 2030:

„(…) Bis 2030 werden wir die Voraussetzungen dafür schaffen,
dass alle neu zugelassenen Autos abgasfrei sind. Dazu holen
wir alle Beteiligten an einen Tisch und werden die Abgasstrategie
zügig vorlegen. Unser Ansatz ist: Anreize und geeignete Rahmen-
bedingungen statt Verbote.“

https://www.electrive.net/2017/08/05/oesterreich-plant-fahrplan-zum-verbrenner-ausstieg-2030/
Michael Landenberger
2017-08-07 07:07:51 UTC
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Post by Martin K.
„(…) Bis 2030 werden wir die Voraussetzungen dafür schaffen,
dass alle neu zugelassenen Autos abgasfrei sind. Dazu holen
wir alle Beteiligten an einen Tisch und werden die Abgasstrategie
zügig vorlegen. Unser Ansatz ist: Anreize und geeignete Rahmen-
bedingungen statt Verbote.“
Unter "geeignete Rahmenbedingungen" verstehe ich in erster Linie die
Verfügbarkeit eines breitgefächerten Angebots an Elektrofahrzeugen, die
Verbrenner uneingeschränkt (!) ersetzen können. Ich bezweifle, dass sich diese
Bedingung bis 2030 erfüllen lässt. Aber speziell von Politikern sollte man
bekanntlich eher kein realitätsnahes Denken erwarten.

Was passiert, wenn man eine neue Technologie mit Gewalt in den Markt drücken
will, kann man hier nachlesen:
<https://heise.de/-3182909>

Gruß

Michael
Martin K.
2017-08-07 07:35:02 UTC
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Post by Michael Landenberger
Unter "geeignete Rahmenbedingungen" verstehe ich in erster Linie die
Verfügbarkeit eines breitgefächerten Angebots an Elektrofahrzeugen, die
Verbrenner uneingeschränkt (!) ersetzen können.
Unter Rahmenbedingungen verstehe ich nicht die Autos selbst,
sondern das Drumherum: Ladenetze, Steuern, Gesetze (z.B.
Ladeanschlüsse bei Mehrparteienwohnungen), ...
Michael Landenberger
2017-08-07 11:19:19 UTC
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Post by Martin K.
Post by Michael Landenberger
Unter "geeignete Rahmenbedingungen" verstehe ich in erster Linie die
Verfügbarkeit eines breitgefächerten Angebots an Elektrofahrzeugen, die
Verbrenner uneingeschränkt (!) ersetzen können.
Unter Rahmenbedingungen verstehe ich nicht die Autos selbst,
sondern das Drumherum: Ladenetze, Steuern, Gesetze (z.B.
Ladeanschlüsse bei Mehrparteienwohnungen), ...
Klar doch. Die Lade-Infrastruktur steht, aber brauchbare [tm] E-Autos gibt es
so gut wie keine? Es dürfte auf der Hand liegen, dass sich an der Verbreitung
von Elektroautos dann nicht viel ändern wird. Ob du diese (dann eben nicht
erfüllte) Voraussetzung nun "Rahmenbedingung" oder irgendwie anders nennst,
ist wumpe.

Gruß

Michael
Ralf Koenig
2017-08-07 12:08:31 UTC
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Post by Michael Landenberger
Post by Martin K.
Post by Michael Landenberger
Unter "geeignete Rahmenbedingungen" verstehe ich in erster Linie die
Verfügbarkeit eines breitgefächerten Angebots an Elektrofahrzeugen, die
Verbrenner uneingeschränkt (!) ersetzen können.
Unter Rahmenbedingungen verstehe ich nicht die Autos selbst,
sondern das Drumherum: Ladenetze, Steuern, Gesetze (z.B.
Ladeanschlüsse bei Mehrparteienwohnungen), ...
Klar doch. Die Lade-Infrastruktur steht, aber brauchbare [tm] E-Autos gibt es
so gut wie keine? Es dürfte auf der Hand liegen, dass sich an der Verbreitung
von Elektroautos dann nicht viel ändern wird. Ob du diese (dann eben nicht
erfüllte) Voraussetzung nun "Rahmenbedingung" oder irgendwie anders nennst,
ist wumpe.
Ich verstehe es so, dass man die Henne-Ei-Problematik mit ein paar Eiern
durchbrechen will. :-)

Und sonst: electrive.net glaube ich erstmal grundsätzlich nicht.

Schon bei Frankreichs "Ausstieg" haben elektro-propagierende Medien was
anderes geschrieben als in der Absichtserklärung des neuen franz.
Umweltministers stand und es zu stark vereinfacht.


Bisschen affig finde ich ja nun auch, dass jedes EU-Land "seinen"
Diesel-Gipfel machen will. Dann sind die Industrie-Vertreter jede Woche
bei nem anderen Gipfel. Bisschen EU-Abstimmung wäre da schon von Vorteil.

Und auch Österreich hat nennenswert Industrie rund um den Verbrenner:

* das BMW-Motorenwerk in Steyr (BTW: Dieselkompetenzzentrum), das
fertigt quasi alle BMW-Dieselmotoren für die ganze Welt und etliche
Otto-Motoren, auch etliche Dienstleister und Zulieferer drumrum

* mit Magna Steyr einen bedeutenden Auftragsfertiger in Graz, aber der
ist etwas leidenschaftsloser, was er gerade zusammenschraubt, dem ist
Verbrenner so lieb wie Elektro (Entwicklung gerade für Jaguar-Landrover)

* Gießereien für Motorkomponenten, z.B. bei voestalpine

* das Wiener Motorensymposium ausgehend von der TU Wien - die
bedeutendste Konferenz für Pkw-Verbrennermotoren, die sich (bisher) auch
gezielt gegen Hybrid- und BEV-Konzepte stemmen. Die Professoren dort,
samt der eng verbundenen Industrie sind an sich prädestiniert, konkrete
Lösungen für Verbrenner anzubieten. Aber ohne diese abzulösen/zu ersetzen.

* Österreich ist Agrarland und baut Raps für Biodiesel an


Also: Erstmal wird ne Originalquelle interessant, was der öst.
Verkehrsminister nun wirklich vorhat.

Erstmal im August einen Gipfel, damit die Ösis (hohe Dieselquote!) auch
Updates bekommen. Und dann soll konkret bis Herbst eine "Abgasstrategie
2030" erarbeitet werden - die bräuchte es ja nicht, wenn es 2030 nur
noch BEVs geben würde. :-)

Schaut man hier mal in ein konkretes Interview rein:

5.8.2017
----------------------------------------------------------------------
KURIER: Sie wollen in einem österreichischen Dieselgipfel Ende August
die Autoindustrie zumindest zu den gleichen Maßnahmen verpflichten wie
in Deutschland. Das wird aber nicht ausreichen, um die Umwelt
langfristig zu verbessern.

Jörg Leichtfried: Das ist nur ein erster Schritt. Was wir noch tun
werden: Im Herbst werden wir mit allen Stakeholdern, also Industrie,
NGOs, Bundesländern, Autofahrerklubs, eine Abgasstrategie 2030
entwickeln. Wir werden einen konkreten Weg festlegen, wie 2030 nur noch
abgasfreie Autos neu angemeldet werden.

KURIER: Also eine Umstellung auf Elektro-Autos?

Nicht nur, das Ergebnis sollte technisch neutral sein. Das wird davon
abhängen, wie weit die Wasserstoff-Technologie ist. Oder wie es mit dem
Einsatz von synthetischen und nachhaltigen biologischen Kraftstoffen
aussieht. Diese Arbeit ist jetzt leider durch die Wahl unterbrochen worden.
----------------------------------------------------------------------

Und damit: von wegen nur BEV. "Abgasfrei" ist dort das neue Modewort
auch H2-Brennstoffzellenantriebe (obwohl da Wasserdampf als Abgas
rauskommt), für Verbrennermotoren mit Bio-Kraftstoffen und SynFuel
(obwohl auch da mindestens mal CO2 und Wasserdampf rauskommen und sich
Spurenemissionen schwer vermeiden lassen).

Grüße,
Ralf
Martin K.
2017-08-09 10:41:48 UTC
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Post by Ralf Koenig
* Österreich ist Agrarland und baut Raps für Biodiesel an
Österreich ist ein Wasserkraftland, weil sie viele hohe
Berge haben. Österreich hat heute schon bezüglich der
regenerativen Energieerzeugung ideale Rahmenbedingungen
und müssen nicht noch erst wie Deutschland massig Ersatz
für Atom- und Kohlekraft schaffen. Sie sind damit
prädestiniert für BEVs. Es reicht dort ein moderater
Zubau von Photovoltaik und Windkraft. Dazu passen dann
noch die vorhandenen Speicherkraftwerke. Bezüglich
Stromerzeugung lassen sich durchaus Vergleiche mit
Norwegen anstellen.

Biokraftstoffe haben wir ja heute schon und sei es nur
als Beimischung zu Benzin und Diesel. Damit wird zu viel
landwirtschaftliche Fläche verbraten. Der Wirkungsgrad
der Photosynthese ist einfach zu schlecht. Wasserstoff
und synthetische Kraftstoffe haben ein ähnliches Problem
mit dem Wirkungsgrad.

Biokraftstoffe, Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe
haben meiner Meinung ein Chance als Saisonspeicher. Also
z.B. um die Sonnenenergie ins Winterhalbjahr zu verschieben
Die braucht man dann für Kraftwerke, aber nicht um
ganzjährig damit Autos anzutreiben. Für Kurzzeitspeicher
wie in Autos sind sie meiner Meinung ohne Chance gegen
Akkus, die in ein Smart Grid eingebunden sind.

Ralf Koenig
2017-08-07 11:58:41 UTC
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Post by Martin K.
Post by Martin K.
Post by Martin K.
Post by Martin K.
Der französische Umweltminister Nicolas Hulot will in
Frankreich den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren
bis 2040 einstellen.
http://www.huffingtonpost.de/2017/07/26/dieselverbot_n_17584732.html
Schweiz soll Benziner und Dieselautos verbieten
http://www.20min.ch/finance/news/story/Schweiz-soll-Benziner-und-Dieselautos-verbieten-25636607
„(…) Bis 2030 werden wir die Voraussetzungen dafür schaffen,
dass alle neu zugelassenen Autos abgasfrei sind. Dazu holen
wir alle Beteiligten an einen Tisch und werden die Abgasstrategie
zügig vorlegen. Unser Ansatz ist: Anreize und geeignete Rahmen-
bedingungen statt Verbote.“
https://www.electrive.net/2017/08/05/oesterreich-plant-fahrplan-zum-verbrenner-ausstieg-2030/
Das ist falsch dargestellt, nämlich selektiv. Siehe:

"Leichtfrieds Abgasstrategie: "2030 nur noch abgasfreie Autos" "

https://kurier.at/wirtschaft/leichtfrieds-abgasstrategie-2030-nur-noch-abgasfreie-autos/278.785.051

Und dann mal lesen: auch H2-Brennstoffzellen, Bio-Kraftstoffe und
SynFuel sind da im Fokus der Betrachtung. Man will sich den Fortschritt
da anschauen.

Grüße,
Ralf
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