Discussion:
Was wäre, wenn wir alle elektrisch fahren würden?
(zu alt für eine Antwort)
Gerald Gruner
2017-08-05 13:09:49 UTC
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Raw Message
Was wäre, wenn wir alle elektrisch fahren würden?

Wäre es nicht schön, wenn wir abgasfrei mobil wären? Ist das in Zukunft
möglich? Und müssen wir dann auf das Saarland verzichten?
Vince Ebert wagt einen Blick in die Zukunft.
[...]
http://www.spektrum.de/kolumne/was-waere-wenn-wir-alle-elektrisch-fahren-wuerden/1441400

Netter Satz daraus:
[Für das Laden der E-Autos] bräuchten wir [...] eine Fotovoltaikanlage von
der Größe des Saarlands, um den zusätzlichen Strombedarf zu decken.
Zugegeben, beim Saarland denken sich viele Deutsche: "Das ist es mir wert…"

MfG
Gerald
--
"In der Naturwissenschaft wird jede hübsche Hypothese von einer hässlichen
Tatsache dahingemeuchelt."
- Thomas Huxley, Biologe, 1825-1895
Holger Korn
2017-08-05 14:10:40 UTC
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Raw Message
Post by Gerald Gruner
Vince Ebert wagt einen Blick in die Zukunft.
das ist das Problem:
der Blick in die Zukunft. Nur derjenige der nachweisbar jede Woche im
Lotto gewinnt kann das - alle anderen können es eben nicht.
--
]_[ ]_/
]olger ]o\rn ***@gmx.de
Otto Schily (der Innenminister nach dem 0:3 Deutschlands gegen Portugal)
Leider gibt's noch kein Gesetz, das solche Spiele verbietet.
Beate Goebel
2017-08-05 15:48:15 UTC
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Raw Message
Gerald Gruner schrieb am 05 Aug 2017
Post by Gerald Gruner
Was wäre, wenn wir alle elektrisch fahren würden?
Dann zieht wieder der alte Witz:
"Bei mir kommt der Strom aus der Steckdose."

Beate
--
Toyota-Fahrer Timo Glock hat sein eigenes Rezept:
«Ich mache seit vier oder fünf Wochen das Internet nicht mehr an.»
[DPA 2009-06-18 20:07:24]
Gerald Gruner
2017-08-05 18:09:45 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Beate Goebel
Gerald Gruner schrieb am 05 Aug 2017
Post by Gerald Gruner
Was wäre, wenn wir alle elektrisch fahren würden?
"Bei mir kommt der Strom aus der Steckdose."
Nicht mal das.
Eines der Kernprobleme beim Laden ist ja, überhaupt eine Steckdose (oder
besseres) in der Nähe seines E-Autos zu haben...

MfG
Gerald
--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.
Frank Müller
2017-08-05 19:26:28 UTC
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Raw Message
Post by Gerald Gruner
Post by Beate Goebel
Gerald Gruner schrieb am 05 Aug 2017
Post by Gerald Gruner
Was wäre, wenn wir alle elektrisch fahren würden?
"Bei mir kommt der Strom aus der Steckdose."
Nicht mal das.
Eines der Kernprobleme beim Laden ist ja, überhaupt eine Steckdose (oder
besseres) in der Nähe seines E-Autos zu haben...
Bis alle elektrisch fahren hat sicher jeder Parkplatz
in Deutschland seine eigene über eine App aktivierbare
Steckdose...
Beate Goebel
2017-08-05 20:43:50 UTC
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Raw Message
Frank Müller schrieb am 05 Aug 2017
Post by Frank Müller
Post by Gerald Gruner
Post by Beate Goebel
Gerald Gruner schrieb am 05 Aug 2017
Post by Gerald Gruner
Was wäre, wenn wir alle elektrisch fahren würden?
"Bei mir kommt der Strom aus der Steckdose."
Nicht mal das.
Eines der Kernprobleme beim Laden ist ja, überhaupt eine
Steckdose (oder besseres) in der Nähe seines E-Autos zu haben...
Bis alle elektrisch fahren hat sicher jeder Parkplatz
in Deutschland seine eigene über eine App aktivierbare
Steckdose...
Jede Straßenlaterne ist eine potentielle Steckdose. Aber das ist nicht
das Problem. Wahrscheinlich sollten wir noch ein paar Atomkraftwerk
bauen.

Beate
--
"Sind diese Vollquoter eigentlich die gleichen, die sich immer lauthals
über lahme "Internetverbindungen" beschweren?" [Manfred Russ in dtj]
Christoph Müller
2017-08-06 09:17:30 UTC
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Raw Message
Post by Beate Goebel
Frank Müller schrieb am 05 Aug 2017
Post by Frank Müller
Post by Gerald Gruner
Post by Beate Goebel
Gerald Gruner schrieb am 05 Aug 2017
Post by Gerald Gruner
Was wäre, wenn wir alle elektrisch fahren würden?
"Bei mir kommt der Strom aus der Steckdose."
Nicht mal das.
Eines der Kernprobleme beim Laden ist ja, überhaupt eine
Steckdose (oder besseres) in der Nähe seines E-Autos zu haben...
Bis alle elektrisch fahren hat sicher jeder Parkplatz
in Deutschland seine eigene über eine App aktivierbare
Steckdose...
Jede Straßenlaterne ist eine potentielle Steckdose. Aber das ist nicht
das Problem. Wahrscheinlich sollten wir noch ein paar Atomkraftwerk
bauen.
Wozu? Der nötige Strom lässt sich ganz locker auch regenerativ produzieren.
--
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de
Beate Goebel
2017-08-06 11:55:01 UTC
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Raw Message
=?UTF-8?Q?Christoph_M=c3=bcller?= schrieb am 06 Aug 2017
Post by Christoph Müller
Post by Beate Goebel
Frank Müller schrieb am 05 Aug 2017
Post by Frank Müller
Bis alle elektrisch fahren hat sicher jeder Parkplatz
in Deutschland seine eigene über eine App aktivierbare
Steckdose...
Jede Straßenlaterne ist eine potentielle Steckdose. Aber das ist
nicht das Problem. Wahrscheinlich sollten wir noch ein paar
Atomkraftwerk bauen.
Wozu? Der nötige Strom lässt sich ganz locker auch regenerativ produzieren.
Aber dann nur dafür. Der Rest des Lebens braucht aber auch Energie.
Irgendwo, IMHO bei Heise, habe ich mal eine Aufrechnung gelesen, dass
es eben _nicht_ reicht, wenn man den heutigen Bestand an Autos anlegt.

"locker auch regenerativ" ist Wunschdenken.

Die Regenerativen kämpfen die Regenerativen im Moment darum, überhaupt um
nennenswerten Anteil an der allgemeinen Versorgung. Wenn das passen
soll, braucht es chinesische Methoden: Jedem Häuschen sein Windrad im
Garten.

Vergessen wird gerne, dass "unser" Strom nicht nur in Dtl. produziert
wird. Und wozu brauchen wir eine (Gas-)Pipeline aus Russland oder
französischen Atomstrom?

Also: Der Strom kommt aus der Steckdose. Der Rest interessiert nicht.
Passt doch, auch gerade ökologisch...

Beate
--
Toyota-Fahrer Timo Glock hat sein eigenes Rezept:
«Ich mache seit vier oder fünf Wochen das Internet nicht mehr an.»
[DPA 2009-06-18 20:07:24]
Christoph Müller
2017-08-06 14:37:37 UTC
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Raw Message
Post by Beate Goebel
=?UTF-8?Q?Christoph_M=c3=bcller?= schrieb am 06 Aug 2017
Post by Christoph Müller
Post by Beate Goebel
Jede Straßenlaterne ist eine potentielle Steckdose. Aber das ist
nicht das Problem. Wahrscheinlich sollten wir noch ein paar
Atomkraftwerk bauen.
Wozu? Der nötige Strom lässt sich ganz locker auch regenerativ produzieren.
Aber dann nur dafür.
Rechne einfach mal nach. Alleine auf unsere bereits fertiggestellten
Hausdächer und Fassaden liefert uns die Sonne schon das 4,3-Fache
unseres KOMPLETTEN PRIMÄRenergiebedarfs! Und das TROTZ unserer
gigantischen systematischen Verschwendung.
Post by Beate Goebel
Der Rest des Lebens braucht aber auch Energie.
Na und? Ist doch mehr als genug da! Einfach mal SELBER NACHRECHNEN!
Post by Beate Goebel
Irgendwo, IMHO bei Heise, habe ich mal eine Aufrechnung gelesen,
selber machen! Das überzeugt mehr als jedes Geschreibsel von irgendwem.
Dann weiß man auch, wovon man redet/schreibt. Ich hab's gemacht und 1992
darüber auch ein Buch veröffentlicht.
Post by Beate Goebel
dass
es eben _nicht_ reicht, wenn man den heutigen Bestand an Autos anlegt.
Keine Ahnung, was du hier unter "Bestand anlegen" meinst.
Post by Beate Goebel
"locker auch regenerativ" ist Wunschdenken.
Keineswegs! Das ist lediglich eine Frage des Managements.
Selbstverständlich wird überall der technische Wirkungsgrad optimiert.
Aber wo wird der organisatorische Wirkungsgrad optimiert? Diesbezüglich
haben wir seit vielen Jahrzehnten totales Desinteresse zugunsten
Machtausbau bzw. -sicherung. Aus diesem Grund gibt es diesbezüglich ein
riesiges Potenzial, während die Technik weitgehend ausgereizt ist. Zum
organisatorischen Wirkungsgrad gehört z.B. wo wir Öfen hinstellen. Wir
leisten uns, Öfen mitten in die Pampa zu stellen mit der Begründung,
dass sie ja auch Strom produzieren können. Wo stellt ein normal
denkender Mensch einen Ofen hin? Fällt was auf? Der Ofenanteil ist im
Rahmen der Mobilität noch sehr viel größer. Trotzdem werden die Öfen auf
die Straßen gestellt und wird damit durch die Gegend gefahren. Ein gutes
Management würde dafür sorgen, dass die Öfen dort betrieben werden, wo
sie auch gebraucht werden. Die Stromleitungen liegen normalerweise
schon, so dass nicht mal Straßen dafür aufgerissen werden müssen. Die
Thermodynamik der Fahrzeuge kann genauso stationär betrieben werden.
Dann stehen die "mobilen Öfen" auch dort, wo sie gebraucht werden und
nur der Vortrieb entsteht in den Fahrzeugen.
Post by Beate Goebel
Die Regenerativen kämpfen die Regenerativen im Moment darum, überhaupt um
nennenswerten Anteil an der allgemeinen Versorgung.
Soooo wenig macht schon soooo große Probleme, dass man auf negative
Strompreise kommen muss? Dass man für viele Milliarden Aufwand teure
Fernleitungen braucht? Sorry, das hat mit unseren Möglichkeiten wenig zu
tun. Eher mit Machtsicherung, Machtausbau und Machtmissbrauch.
Post by Beate Goebel
Wenn das passen
soll, braucht es chinesische Methoden: Jedem Häuschen sein Windrad im
Garten.
Ich sehe schon - du hast selbst noch garnichts nachgerechnet, sondern
verlässt dich auf das Geschreibsel von Leuten, die dir aus irgend
welchen Gründen vertrauenswürdig erscheinen und die dir das Blaue vom
Himmel runter lügen.
Post by Beate Goebel
Vergessen wird gerne, dass "unser" Strom nicht nur in Dtl. produziert
wird. Und wozu brauchen wir eine (Gas-)Pipeline aus Russland oder
französischen Atomstrom?
Geh's mal vom Machtgedanken kann, dann dürftest du der Realität am
Nächsten kommen.
Post by Beate Goebel
Also: Der Strom kommt aus der Steckdose. Der Rest interessiert nicht.
Passt doch, auch gerade ökologisch...
Bevor man zu dummen Sprüchen greift, wäre selber nachrechnen angesagt.
--
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de
Beate Goebel
2017-08-06 16:38:33 UTC
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Raw Message
=?UTF-8?Q?Christoph_M=c3=bcller?= schrieb am 06 Aug 2017
Post by Christoph Müller
Post by Beate Goebel
=?UTF-8?Q?Christoph_M=c3=bcller?= schrieb am 06 Aug 2017
Post by Christoph Müller
Post by Beate Goebel
Jede Straßenlaterne ist eine potentielle Steckdose. Aber das
ist nicht das Problem. Wahrscheinlich sollten wir noch ein paar
Atomkraftwerk bauen.
Wozu? Der nötige Strom lässt sich ganz locker auch regenerativ produzieren.
Aber dann nur dafür.
Rechne einfach mal nach. Alleine auf unsere bereits
fertiggestellten Hausdächer und Fassaden liefert uns die Sonne
schon das 4,3-Fache unseres KOMPLETTEN PRIMÄRenergiebedarfs! Und
das TROTZ unserer gigantischen systematischen Verschwendung.
Post by Beate Goebel
Der Rest des Lebens braucht aber auch Energie.
Na und? Ist doch mehr als genug da! Einfach mal SELBER
NACHRECHNEN!
Tschuldigung, aber das ist großer Unsinn. Selbst wenn im statischen
Jahrbuch der BRD aktuelle und umfassende Zahlen veröffentlicht
würden, kann man daraus kein Saldo ziehen.

Die Industrie gibt ihren realen Stromverbrauch nicht an. Warum auch,
betreiben doch viele Großverbraucher eigene Kraftwerke.
Privat- und Individualverbrauch werden ebenfalls nicht vollständig
erfasst. Wie auch, wenn es immer mehr lokale (Keinst-)Erzeuger gibt.
Die Strommenge, die in Dtl. verfügbar ist, ist nicht messbar, da wir
ein europaweites Stromnetz haben. Heißt, dt. Strom wird zB in den
Niederlanden verbraucht, Dtl. importiert Strom aus Frankreich etc.
Post by Christoph Müller
Post by Beate Goebel
Also: Der Strom kommt aus der Steckdose. Der Rest interessiert
nicht. Passt doch, auch gerade ökologisch...
Bevor man zu dummen Sprüchen greift, wäre selber nachrechnen
angesagt.
Deine Sprüche sind sinnlos, da Du nie vollständige Daten hast. _Du_
führst Dich selbst an der Nase herum.

Und dass das Elektroauto keine positive Umweltbilanz hat, wenn man
die Produktion einbezieht, ist eine Binsenweisheit. Da kannst Du auch
nix wegbrüllen.

Etwas weniger Ideologie und etwas mehr Faktenwissen könnten Dir
helfen. Dazu muss man aber öffentliche Informationen benutzen _und_
verarbeiten, auch aus der Presse.
Nur wer den Quellen der Presse nachgeht, kann sich für einigermaßen
informiert halten. Mit Rechnen hat das nix zu tun.

Beate
--
Post by Christoph Müller
und was ist ein Skwar?
Ein Skwar ist etwas, das ständig an den Sachverhalten rumdreht, neue
Varianten einführt und den aktuellen Stand ignoriert.
[Holger Lembke in dan-am]
Gerald Gruner
2017-08-06 16:40:09 UTC
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Raw Message
Post by Christoph Müller
Post by Beate Goebel
Christoph_Müller schrieb am 06 Aug 2017
Wozu? Der nötige Strom lässt sich ganz locker auch regenerativ produzieren.
Aber dann nur dafür.
Rechne einfach mal nach. Alleine auf unsere bereits fertiggestellten
Hausdächer und Fassaden liefert uns die Sonne schon das 4,3-Fache
unseres KOMPLETTEN PRIMÄRenergiebedarfs! Und das TROTZ unserer
gigantischen systematischen Verschwendung.
[...]
Post by Beate Goebel
dass
es eben _nicht_ reicht, wenn man den heutigen Bestand an Autos anlegt.
Keine Ahnung, was du hier unter "Bestand anlegen" meinst.
Post by Beate Goebel
"locker auch regenerativ" ist Wunschdenken.
Keineswegs! Das ist lediglich eine Frage des Managements.
Man braucht dazu nur einen Schalter konstruieren, der die Sonne
entsprechend des Strombedarfs ein- und ausschaltet bzw. bei einer
intelligenteren Regelung sie dem Strombedarf dynamisch nachführt,
idealerweise auch Nachts. Schon ist das Problem gelöst.
Du hast recht, "ganz locker"...

SCNR & MfG
Gerald
--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.
Gerald Gruner
2017-08-06 14:58:02 UTC
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Raw Message
Post by Beate Goebel
Frank Müller schrieb am 05 Aug 2017
Post by Frank Müller
Post by Gerald Gruner
Post by Beate Goebel
Gerald Gruner schrieb am 05 Aug 2017
Post by Gerald Gruner
Was wäre, wenn wir alle elektrisch fahren würden?
"Bei mir kommt der Strom aus der Steckdose."
Nicht mal das.
Eines der Kernprobleme beim Laden ist ja, überhaupt eine
Steckdose (oder besseres) in der Nähe seines E-Autos zu haben...
Bis alle elektrisch fahren hat sicher jeder Parkplatz
in Deutschland seine eigene über eine App aktivierbare
Steckdose...
Jede Straßenlaterne ist eine potentielle Steckdose. Aber das ist nicht
das Problem.
Ach, nicht?
Die vielen Kabel quer rüber zum Auto sind dann lustige Stolperfallen.
Statt mit Katzen-Videos wird das Internet mit Stolper-Videos geflutet?
Post by Beate Goebel
Wahrscheinlich sollten wir noch ein paar Atomkraftwerk bauen.
Sie hat "Jehova" gesagt!

MfG
Gerald
--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.
Ralf Koenig
2017-08-05 22:45:57 UTC
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Raw Message
Post by Gerald Gruner
Was wäre, wenn wir alle elektrisch fahren würden?
Wäre es nicht schön, wenn wir abgasfrei mobil wären? Ist das in Zukunft
möglich? Und müssen wir dann auf das Saarland verzichten?
Vince Ebert wagt einen Blick in die Zukunft.
[...]
http://www.spektrum.de/kolumne/was-waere-wenn-wir-alle-elektrisch-fahren-wuerden/1441400
[Für das Laden der E-Autos] bräuchten wir [...] eine Fotovoltaikanlage von
der Größe des Saarlands, um den zusätzlichen Strombedarf zu decken.
Zugegeben, beim Saarland denken sich viele Deutsche: "Das ist es mir wert…"
Herr Ebert ist Kabarettist. Und so ist auch sein Beitrag.
Kabarettistisch für den Effekt.

Er will nicht lösungsorientiert denken. Er will Aufmerksamkeit
erheischen, verblüffen und unterhalten. Einer sachlichen Diskussion
entzieht er sich bewusst.

Aber ich bin ja spaßbefreit und muss da natürlich reagieren: also, auf
geht's.

---------------------------------------------------------------------
Fangen wir zunächst bescheiden an und gehen von dem Wunsch der Politik
aus, dass ab 2020 eine Million Elektroautos in Deutschland fahren
sollen. Für diesen Fall sollen laut Bundesregierung moderne
Schnellladestationen von jeweils 350 Kilowatt Leistung im gesamten Land
installiert werden. Dazu ein Rechenbeispiel: Angenommen, es ist 20 Uhr,
und zehn Prozent der eine Million Elektroautobesitzer möchten ihre
Fahrzeuge aufladen. Dann wird zusätzlich zu dem normalen Strombedarf
eine Leistung von 35 000 Megawatt benötigt. Das entspräche ungefähr 23
mittleren Kohlekraftwerken oder – falls Sie es nachhaltiger haben wollen
– 35 000 Windrädern. Allerdings nur, wenn der Wind auch weht. Falls es
Sommer ist und die Sonne abends noch volle Pulle scheint, könnten Sie
die Autos auch mit einer Fotovoltaikanlage von einer Größe von 350
Quadratkilometern aufladen.
---------------------------------------------------------------------

Angenommen es sind Ferien, und alle wollen Sprit tanken? Was passiert?
Überlastung. Also was ist das Gegenmittel vorher tanken oder nachher
tanken und es über die Preisschraube regeln. => klappt.

Und genau das klappt auch für die erste Mio BEVs. 100.000
Schnellladesäulen (10% von 1 Mio) von 350 kW ist völliger Humbug.
Sondern die Fahrzeuge laden relativ langsam mit um 3-5 kW. Eine
Peakleistung von 35 GW dann umrechnen ist totaler Blödsinn!!!!

Sondern er kann mal eben 100.000 mal 4 kW ansetzen -> Dann sind das 400
MW Bedarf. So laden die die ganze Nacht (10h: 20 Uhr bis 6 Uhr). Das
sind dann z.B. 40 kWh, etwa 250 km. Und das reicht auch wieder 10 Tage
(Jahresleistung: 25*365=9125 km). Sodass pro Tag wirkich nur 10% laden
müssen.

400 MW ist schon ca. Faktor 100 kleiner als 35 000 MW.

Seine Rechnung ist also nur zahlenmäßig richtig. Aber seine Prämissen
stimmen nicht zu der Realität, wie sie kommen wird, sondern sind völlig
absurd gewählt. Und aus falschen Prämissen kann man mit richtigen
Umrechnungen jedes beliebige Ergebnis erreichen.

Stattdessen laden die Fahrzeuge aus Energie, die aus den jetzigen
Energiequellen nicht abgenommen wird. Ein Stromhandelssystem lässt den
Ladebedarf bei Energieschwemme (gerade aus Sonne und Wind) steigen
(günstigere Preise) und bei EE-Energieknappheit sinken (höhere Preise,
weniger Leute laden).

-------------------------------------------------------------------
Würden wir nun alle 60 Millionen Verbrennungsmotoren in Deutschland
durch Batterien ersetzen und annehmen, dass jeder Fahrzeugbesitzer sein
Auto nur alle zwei Tage für jeweils eine halbe Stunde auflädt; und
nehmen wir weiterhin an, die Aufladevorgänge könnten durch ein smartes
System gleichmäßig über die gesamten zwei Tage verteilt werden, so
bräuchten wir sogar knapp 140 neue Kraftwerke oder 220 000 Windräder
oder eine Fotovoltaikanlage von der Größe des Saarlands, um den
zusätzlichen Strombedarf zu decken. Zugegeben, beim Saarland denken sich
viele Deutsche: "Das ist es mir wert …"
----------------------------------------------------------------------

Stimmt doch auch nicht. Gleiches Prinzip: oben Schrott-Prämissen, dann
an sich richtige Umformungen. Aber eben die Prämissen falsch.

So sieht seine Rechnung aus (mal rückwärts):

140 * 1,5 GW = 210 GW (in Kohlekraftwerken)
220.000 mal 1 MW = 220 GW (alternativ in Windrädern)

Die laufen 2 Tage, also 48h: 10.560 GWh
durch 60 Millionen sind 176 kWh
Also: er rechnet immer noch mit den 350 kW und dann 30 min laden jeden
2. Tag.

Er geht also immer noch von 350 kW Schnellladesäulen aus. Und das ist
sein Fehler. An denen bekomme ich in 30 min 175 kWh - (das sind aber ca.
1000 km Reichweite!). Wie will ich das denn in 2 Tagen schon wieder
abgefahren haben? Das wären ja 180.000 km im Jahr!

Realistisch über den groben Daumen:

Mittlere Jahresleistung um 12.500 km.
Siehe:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/183003/umfrage/pkw---gefahrene-kilometer-pro-jahr/

Also ca. 17 kWh/100 km * 12500 km/Jahr = 2125 kWh/Jahr

Mal 60 Mio: 127,5 TWh/Jahr.
Macht also: 14.7 GW als Dauerleistung.

Das ist Faktor 15 weniger als seine Annahme!
Also 10 Kraftwerke a 1,5 GW. Und das müssen keine neuen sein. Es kann ja
auch Kapazität aus den jetzigen sein, die heute weggeregelt wird. Oder
es kann erneuerbare Energie sein.

Kurz: Herr Ebert hat einfach mal null Schimmer. Und ich finde es eine
Schande, dass er noch seinen Diplom-Physiker mit aufführt. Ein
Diplom-Physiker macht seine Rechnungen transparent und die Annahmen
gleich mit.

---------------------------------------------------------------------
Um 30 Kilogramm Benzin zu ersetzen, brauchen Sie derzeit eine moderne
Lithiumionen-Batterie, die rund 900 Kilogramm wiegt.
---------------------------------------------------------------------

Wieder nicht stimmig.

30 kg Benzin sind etwa 40 Liter. Die bringen uns ca. 400-800 km weit
(5-10 Liter Benzin/100km Verbrauch), also sagen wir mal 600 km. Manche
schaffen auch deutlich weniger damit. Mit 15 Liter Verbrauch in der
Stadt (Mittelklasse, Automatik, Saugbenziner, Winter oder Rush Hour):
250 km.

Aber nehmen wir mal 600 km: Mit 17 kWh/100 km * 600 km => ca. 100 kWh.
Die wiegt bei Tesla aktuell 700 kg. Nicht 900 kg. Und das ist
Zelltechnologie von vor 5 Jahren (18650er, 3450 mAh), 146 Wh/kg auf
Batteriepack-Ebene.

Mit 190 Wh/kg (auf Batteriepackebene) kommt man da bei 530 kg raus.
Etwas in die Richtung erwarte ich von Model 3 mit den Zellen der Größe
21700. Es sind schon mehrere Fahrzeuge angekündigt, die in den nächsten
2 Jahren auch auf um 190 Wh/kg kommen sollen.


Und: auch heute schon würden Autos mit 20 Liter Tanks richtig gut
funktionieren. Macht nur keiner, wenn es so leicht ist, einen 40 Liter
Tank stattdessen zu verbauen.

----------------------------------------------------------------------
"Und bei Millionen von geplanten E-Autos benötigen Sie dazu einen ganz
schönen Haufen Lithium, das zusammen mit dem ebenfalls benötigten
Seltenerdmetall Neodym nicht gerade besonders nachhaltig abgebaut wird."
----------------------------------------------------------------------

Nun das wieder. Neodym brauchen wir überhaupt nicht, wenn wir
Induktiv-E-Motoren nehmen. Und beides kann man recyclen. Die teuren
Sachen in der Batterie sind übrigens Nickel und Kobalt.

----------------------------------------------------------------------
Zudem kam das Fraunhofer-Institut für Bauphysik zu dem Schluss, dass
sich die Herstellung und das Recycling einer modernen Batterie auf die
Gesamtökobilanz im Vergleich zum Verbrennungsmotor in negativer Weise
auswirken.
---------------------------------------------------------------------

Keine Zahlen, keine Falsifizierbarkeit.

----------------------------------------------------------------------
Von den organisatorischen Problemen gar nicht erst zu reden. Denn selbst
wenn der benötigte Strom zum massenhaften Aufladen ökologisch korrekt
zur Verfügung stünde, stelle man sich nur einmal das Verkehrschaos vor,
wenn im Sommer Millionen Deutsche gleichzeitig mit ihren Elektroautos in
den Urlaub aufbrechen und an der Raststätte Spessart die Zapfsäule eben
nicht mal schnell für zwei Minuten, sondern jeweils eine Stunde blockieren.
-------------------------------------------------------------------------

Angebot und Nachfrage => das regelt sich über Preise. Millionen Deutsche
gleichzeitig zu befördern, schaffen schon die Autobahnen nicht. Dafür
sind z.B. die Ferien gestaffelt.

Und dort an den Raststätten, da sollen die 150-350 kW Lader hin. Die
lassen die Autos nach 15-40 min weiterfahren. Aber nicht 10% des ganzen
Bestandes gleichzeitig.


-----------------------------------------------------------------------
Die Politik suggeriert, dass das Fahren mit Elektroautos sauber und ohne
nennenswerte Umweltbelastungen möglich ist.
-----------------------------------------------------------------------

Wenn typisch 1,2 Menschen in einem Auto sitzen, ein Mensch um 50-130 kg
wiegt, aber ein Auto/BEV um 800 bis 2500 kg, dann ist sofort klar, dass
Autofahren eine dicke Hypothek draufpackt - auch ein BEV.

-----------------------------------------------------------------------
Aber um ein Fahrzeug von Punkt A nach Punkt B zu bewegen, benötigt man
nun mal eine gewisse Energiemenge. Und die muss man erzeugen. Egal ob
mit Strom, Benzin oder Muskelkraft.
-----------------------------------------------------------------------

Herr Ebert, das ist nun der Tiefpunkt.

Fahren in der Ebene braucht (egal für welche Masse!) bei
Vernachlässigung von Reibung null Energie. E_pot bleibt gleich. E_kin,
was man erst reinsteckt, kommt beim Abbremsen zurück. Mit dem Wissen,
ein paar Hebelgesetzen und Muskelkraft haben selbst die Ägypter
Pyramiden gebaut.

Also: man braucht nur etwas gegen die Fahrwiderstände (diese sind genau
die Reibung). Dort kann man schon mal ne Menge machen, z.B. langsam
fahren (geringer Luftwiderstand). Leichte Fahrzeuge für geringen
Rollwiderstand, niedriges cw*A für wenig Luftwiderstand. Und genau
deshalb funktionieren auch Rennräder (das sind ja auch Fahrzeuge!) so
prima, selbst mit Muskelkraft.

Das Auto selbst (egal ob ICE oder BEV) ist also der erste dicke Klotz am
Bein des Transportgutes (menschliche Insassen, Fahrgäste). Ja, diesen
Teil löst such auch ein Tesla oder e-Golf nicht. Aber z.B. ein Twike.

Und mit Strom und einem E-Motor bekommt man nen hohen Wirkungsgrad. Und
kann noch rekuperieren beim Bremsen.

Beim Benziner ist der mech. Wirkungsgrad nur um 10 bis 35% - je nach
Arbeitspunkt. Und er hat nur doofe Reibbremsen, wo die Bremsenergie in
Wärme geht.

Die nötigen Energiemengen sind also erheblich unterschiedlich!

----------------------------------------------------------------------
Wenn man den Benziner durch das E-Auto ersetzt, verlagert man also
allenfalls die Ressourcen- und Umweltprobleme. Nutzbare Energie gibt es
leider nicht kostenlos. Man muss immer einen Preis dafür zahlen. Die
Sonne schickt uns zwar keine Rechnung. Aber dafür der Solarstromanbieter.
----------------------------------------------------------------------

Beim Sonomotors Sion nicht mal mehr der Solarstromanbieter.

Und Segelschiffer wissen, dass es nutzbare Energie kostenlos gibt. Nur
nicht immer planbar oder zuverlässig.

Und: "braucht immer Energie" sowie "kostet immer einen Preis" sind ja
nun Sinnlos-Argumente sondergleichen.

Grüße,
Ralf
Martin K.
2017-08-06 09:09:00 UTC
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Raw Message
Post by Ralf Koenig
Herr Ebert ist Kabarettist. Und so ist auch sein Beitrag.
Kabarettistisch für den Effekt.
Bei den Fake News die er verbreitet frage ich mich, ob der
Herr nicht noch auf einer anderen Gehaltsliste steht!?
Post by Ralf Koenig
Mittlere Jahresleistung um 12.500 km.
...
Also ca. 17 kWh/100 km * 12500 km/Jahr = 2125 kWh/Jahr
Bei durchschnittlichen PV Erträgen von 950 kWh pro kWp
Modulleistung und Jahr in Deutschland braucht man dafür
2,24 kWp Modulleistung. Meine 10 Jahre alten Module haben
0,2 kWp bei einer Fläche von 1,5 m². D.h. man braucht
eine Fläche von 16,8 m² pro Fahrzeug.

Bei 60 Millionen Fahrzeuge (eigentlich sind es ja nur
45 Mio PKWs) sind das 1008 km².

Das Saarland dagegen hat 2570 km². Also auch diese
Aussage stimmt nicht.

Dass die Module in erster Linie auf ansonsten ungenutzten
Dachflächen montiert würden, in Kombination mit anderen
Erzeugungsarten (Windkraft, ...) versteht sich von selbst.
Michael Landenberger
2017-08-06 09:55:27 UTC
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Raw Message
Post by Martin K.
Bei durchschnittlichen PV Erträgen von 950 kWh pro kWp
Modulleistung und Jahr in Deutschland braucht man dafür
2,24 kWp Modulleistung. Meine 10 Jahre alten Module haben
0,2 kWp bei einer Fläche von 1,5 m². D.h. man braucht
eine Fläche von 16,8 m² pro Fahrzeug.
Mit 2,24 kW lässt sich ein Elektroauto in der Praxis nur laden, wenn man viele
Stunden Zeit dafür hat. Das aber ist nicht immer der Fall. Es gibt auch Fälle,
in denen man möchte, dass das Laden möglichst schnell geht. Dann ist (für
einen entsprechend geringeren Zeitraum) eine vielfach höhere Leistung nötig.
Das Netz muss in der Lage sein, diese Leistung zu liefern, d. h. es müssen
entsprechende Reserven vorhanden sein. Damit es nicht unwirtschaftlich wird,
diese Reserven vorzuhalten, muss es zusätzlich möglich sein, die erzeugte
Energie zu speichern (oder aber andere Abnehmer damit zu beliefern), wenn sie
mal nicht zum Laden von Elektrofahrzeugen benötigt wird.

Gruß

Michael
Christoph Müller
2017-08-06 14:49:14 UTC
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Raw Message
Post by Michael Landenberger
Post by Martin K.
Bei durchschnittlichen PV Erträgen von 950 kWh pro kWp
Modulleistung und Jahr in Deutschland braucht man dafür
2,24 kWp Modulleistung. Meine 10 Jahre alten Module haben
0,2 kWp bei einer Fläche von 1,5 m². D.h. man braucht
eine Fläche von 16,8 m² pro Fahrzeug.
Mit 2,24 kW lässt sich ein Elektroauto in der Praxis nur laden, wenn man viele
Stunden Zeit dafür hat.
Im Schnitt sind das 23 Stunden pro Tag. Macht nach deiner Rechnung 51,52
kWh. Sollte also reichen.
Post by Michael Landenberger
Das aber ist nicht immer der Fall. Es gibt auch Fälle,
in denen man möchte, dass das Laden möglichst schnell geht.
Insbesondere dann, wenn man lange Strecken fahren will. Dafür bietet
sich autobahnähnlicher Individualverkehr auf der Schiene in
Railtaximanier an. Dann kannst du deinen Akku auch während der Fahrt
laden und hast wieder Zeit dafür. Das schont die Akkus ganz erheblich,
was sie mit deutlich mehr Lebensdauer quittieren. Weil dann auch schon
kleine Akkus reichen, muss man nicht auf eine Technologie zurückgreifen,
die zur Selbstentzündung neigt. Trotzdem gibt's dann einen Massenmarkt
für die E-Mobilität.
Post by Michael Landenberger
Dann ist (für
einen entsprechend geringeren Zeitraum) eine vielfach höhere Leistung nötig.
Rein rechnerisch stimmt das. Das ist auch ein durchaus großes Problem.
Aber nur deshalb, weil man davon aus geht, dass auch lange Fahrten
zwingend mit BORDENERGIE bestritten werden müssen. Per Railtaxi ließen
sich mit einem 5-kWh-Akku auch 2000 km nonstop mit 130 km/h direkt am
Draht bewältigen, der überwiegend mit den jeweils saubersten verfügbaren
Energien gespeist wird. Abwärme wird dann nur selten anfallen und wenn
doch, dann vor allem dort, wo sie auch eine sinnvolle Verwendung findet.
Post by Michael Landenberger
Das Netz muss in der Lage sein, diese Leistung zu liefern, d. h. es müssen
entsprechende Reserven vorhanden sein.
Gilt aber nur für den Fall, dass die Eisenbahn NICHT in das Geschehen
mit einbezogen wird. Sieht leider so aus, als wäre genau das der Fall.
Es ist halt ein Management- und Machtproblem. Kein technisches.
Post by Michael Landenberger
Damit es nicht unwirtschaftlich wird,
diese Reserven vorzuhalten, muss es zusätzlich möglich sein, die erzeugte
Energie zu speichern (oder aber andere Abnehmer damit zu beliefern), wenn sie
mal nicht zum Laden von Elektrofahrzeugen benötigt wird.
Sowas ist nur unnötig teuer. Nötig ist sowas lediglich für die
Machtansprüche und Gier einiger Weniger. Technisch gibt's auch viel
elegantere Lösungen.
--
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de
Ralf Koenig
2017-08-06 11:37:29 UTC
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Raw Message
Post by Martin K.
Post by Ralf Koenig
Herr Ebert ist Kabarettist. Und so ist auch sein Beitrag.
Kabarettistisch für den Effekt.
Bei den Fake News die er verbreitet frage ich mich, ob der
Herr nicht noch auf einer anderen Gehaltsliste steht!?
Ich vermute einen anderen Hintergrund bei ihm:

* viele Auftritte im Jahr in immer anderen Städten
=> hohe Jahres-Km, die er ggf. sogar selbst im Auto fährt (statt Bahn
oder Fahrer)
* das natürlich im komfortablen Diesel-Pkw

Und damit entwickelt sich ein typischer
Diesellangstreckenfahrer-Anspruch auf dt. Autobahnen:

an
* Autobahn-Reisegeschwindigkeit
* "Reichweite bei dieser Geschwindigkeit" pro Tankvorgang
* Nachtankzeit

Wenn er nun *für seinen Einsatz* ein BEV einbeziehen würde, dann hat er
früh abgespeichert: klappt nicht oder nur mit großen Kompromissen.
Dann hat er als "Realitätscheck" noch den Nachbarn mit dem Tesla.
Und so hat er sich seine Wahrheit selbst zurechtgelegt. Und zugegeben:
für z.B. 100.000 km im Jahr und viele Langstreckenfahrten ist ein BEV
auf dt. Autobahnen auch kompromissbehaftet. Selbst ein ein Tesla.


Der Rest ist dann Programm-Arbeit für seine Komik: er braucht etwas, das
plausibel klingt, aber so stark verblüfft, dass es einen komischen
Aspekt bekommt. Und dann massiert er die Zahlen und die irrigen
Ausgangsbedingungen so lange, bis es passt.

Schon dass er oben 350 kW Lader nimmt (denn er braucht auch was
komisches für die erste Million BEVs), aber unten in dem Beispiel an der
Raststätte immer noch 1h nachladen muss (also im Bereich 50-100 kW)
zeigt ja: er legt sich die Zahlen selbst innerhalb des Beitrages passend
zurecht.

Blöd ist die Nichterkennbarkeit der Grenze aus Komik und
wissenschaftlicher Ernsthaftigkeit.

Wäre etwas nur absurd und komisch -> entstünde keine
Pseudo-Glaubwürdigkeit, die Gerald veranlasst hat, das hier zu posten.

Ich hoffe mal, der durchschnittliche "Spektrum der Wissenschaft"-Leser
ist pfiffig genug, den Beitrag als solche Komik einzuordnen.

Ein satirischer Beitrag über Terrorismus oder türkische Präsidenten ist
auch eher "freie Kunst" anstatt passendes Mittel der eigenen
Meinungsbildung.
Post by Martin K.
Post by Ralf Koenig
Mittlere Jahresleistung um 12.500 km
Da war ich knapp daneben, aber nicht viel.

KBA für 2015
-----------------

https://www.kba.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2015/pm_15_15_jaehrliche_fahrleistung_deutscher_pkw_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=5

km/Jahr
14.259 Personenkraftwagen

2.349 Krafträder
=> längst erfasst als BEV-Kandidat

19.008 Lastkraftwagen bis 3,5 Tonnen
19.839 Lastkraftwagen 3,5 bis 6 Tonnen
=> man sieht schon: das werden die nächsten BEVs, kleine Nutzfahrzeuge
im Verteilverkehr, gerade das, was in die Städte will

41.063 Lastkraftwagen über 6 Tonnen
102.832 Sattelzugmaschinen
=> hier bin ich gespannt auf die Tesla Sattelzugmaschine. Ob das noch
ein BEV wird oder ein H2-FECV (wie Nikola One) oder ein PHEV mit z.B.
CNG-Gasturbine als Range Extender.

55.224 Omnibusse (ÖPNV-Bus und Reisebus vermittelt ist halt bisschen doof)

Land-/forstwirtschaftliche Zugmaschinen 511
Sonstige Zugmaschinen 3.498
==> sowas muss man halt auch mal ewig stehen lassen können

Sonstige Kraftfahrzeuge 10.792
Post by Martin K.
Post by Ralf Koenig
Also ca. 17 kWh/100 km * 12500 km/Jahr = 2125 kWh/Jahr
Bei durchschnittlichen PV Erträgen von 950 kWh pro kWp
Modulleistung und Jahr in Deutschland braucht man dafür
2,24 kWp Modulleistung. Meine 10 Jahre alten Module haben
0,2 kWp bei einer Fläche von 1,5 m². D.h. man braucht
eine Fläche von 16,8 m² pro Fahrzeug.
Und grob 4m Länge * 2m Breite hat ja - von oben betrachtet - schon das
Auto selbst anzubieten. :-) Sind schon mal 8 m². Nur mal so laut gedacht.

Dann verteilen wir einen beträchtlichen Teil des "Saarlands" eben auf
die Autodächer. Die Autos werden sowieso neu gebaut, wenn nich doch noch
große ICE -> BEV-Umrüstungen kommen. Und da muss keiner auf ein Dach
hochklettern und installieren. Oder kann sagen: ich hab nur ne
Mietwohnung. Endlich mal ein BEV für Laternenparker. :-)
Post by Martin K.
Bei 60 Millionen Fahrzeuge (eigentlich sind es ja nur
45 Mio PKWs) sind das 1008 km².
Naja, 60 oder 45 Mio ist ja nur Faktor 4/3.

Und selbst in der km-Leistung: ich war überrascht, wie wenig zum
Pkw-Verkehr dazu kommt.

https://www.kba.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2015/pm_15_15_jaehrliche_fahrleistung_deutscher_pkw_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=5

Gesamtfahrleistung 2013
------------------------
87% Pkw
5% Lkw bis 2,5t
3% SZM
Rest: unter ferner liefen
Post by Martin K.
Das Saarland dagegen hat 2570 km². Also auch diese
Aussage stimmt nicht.
Na dann kann er sich das auch nochmal anschauen. :)

Aber auf Faktor 2,5 würde ich den Herrn ja nun in der "lustigen
Bierdeckelrechnung" nicht verknacken wollen. Der kommt um die Ecke mit
Anstellwinkel der Dächer, Abweichung Süd zur Ausrichtung des Gebäudes,
Speicherverlusten, Wandlungsverlusten, Jahresverlauf der Sonne, und ein
paar 95-98% Wirkungsgraden in der Kette, und bekommt das irgendwie
verargumentiert.

Faktor 2,5 ist also nicht "kabarettistisch" auffällig genug.

Meine Beispiele aber haben Faktor 87 und Faktor 15 gezeigt. Und das ist
entweder dann Satire, oder wenn es ernst gemeint war, schon irgendwie
nicht mehr lustig.
Post by Martin K.
Dass die Module in erster Linie auf ansonsten ungenutzten
Dachflächen montiert würden, in Kombination mit anderen
Erzeugungsarten (Windkraft, ...) versteht sich von selbst.
Unter denen, die sich das vorstellen können, ja.

Grüße,
Ralf
Michael Landenberger
2017-08-06 09:48:57 UTC
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Raw Message
Post by Ralf Koenig
Mittlere Jahresleistung um 12.500 km.
Noch realistischer als über den groben Daumen ist eine Abschätzung des
Energiebedarfs von Verbrenner-PKW. Daraus lässt sich der Energiebedarf von
Elektroautos berechnen.

Jahresverbrauch von PKW und Kombi 2015: Benzin = 25.304 Mio. Liter, Diesel =
20.020 Mio Liter (Quelle:
<http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/384/bilder/dateien/2_tab_kraftstoffverbrauch-pkw_2017-04-06_0.pdf>).
Energiegehalt dieser Kraftstoffmengen: Benzin (Heizwert = 9,2 kWh/Liter) ~ 233
TWh, Diesel (Heizwert = 9,7 kWh/Liter) ~ 194 TWh. Resultierende
Gesamt-Energiemenge: ~ 427 TWh. Bei einem geschätzten
Durchschnitts-Wirkungsgrad von Verbrennungsmotoren von 25% wurden davon ein
Viertel ~ 107 TWh in Vortrieb umgewandelt. Bei elektrischen Antrieben liegt
der Wirkungsgrad bei ca. 90%, d. h. es werden ~ 119 TWh elektrische Energie
benötigt, um besagte 107 TWh an die Räder zu bringen.

Würden die 119 TWh gleichmäßig übers ganze Jahr abgerufen, wäre dafür eine
Leistung von 119 TWh / 365 / 24h ~ 14 GW nötig. Das entspricht der
Nennleistung von ca. 12 Atomkraftwerken oder aber der von ca. 2.800
Windkraft-Anlagen (bei einer angenommenen Nennleistung von 5 MW pro Anlage).
Von der derzeit in Deutschland installierten Kraftwerksleistung (201 GW,
Quelle:
<https://www.energy-charts.de/power_inst_de.htm?year=all&period=annual&type=power_inst>)
stellen 14 GW einen Anteil von 7% dar.

Schwer abzuschätzen ist dagegen, wie hoch die Spitzenleistungen sein werden,
die beim Laden von Elektroautos abgerufen werden. Die Mehrzahl dürfte nachts
geladen werden, d. h. während eines Zeitraums von ca. 8 Stunden. Dadurch
verdreifacht sich die benötigte Leistung, sie steigt also von 14 GW auf 42 GW.
Speziell nachts dürfte das aber weniger ein Problem sein als tagsüber (wenn
man mal davon absieht, dass Photovoltaik-Anlagen nachts keinen Strom liefern),
denn nachts ist die Netzauslastung geringer als tagsüber.

Alle Berechnungen gelten wohlgemerkt nur dann, wenn *alle* Verbrenner-PKW
durch Elektro-PKW ersetzt werden. Das aber dürfte IMO frühestens in 50 Jahren
der Fall sein. Bei nur 1 Mio. Elektrofahrzeuge sinkt der Bedarf an
elektrischer Energie auf ca. 1/40, entsprechend ~3 TWh/Jahr. Mit 1 Mio.
Elektrofahrzeuge rechne ich frühestens in 10 Jahren. In dieser Zeit kann sich
noch einiges beim Netzausbau und bei der Entwicklung neuer
Speichertechnologien tun. Für die 50 Jahre, die es noch dauern wird, bis auch
der letzte Verbrenner-PKW durch ein Elektroauto ersetzt worden ist, gilt das
natürlich erst recht. Außerdem ist noch gar nicht sicher, ob Elektroautos der
Zukunft tatsächlich Batterien als Energiespeicher verwenden. In 50 Jahren sind
möglicherweise schon längst Brennstoffzellen im Serieneinsatz, die mit
Bio-Methanol "betankt" werden. Zum "Laden" damit bestückter Fahrzeuge ist
drastisch weniger elektrische Energie nötig als zum Laden von
batteriebetriebenen Fahrzeugen.

Gruß

Michael
Ralf Koenig
2017-08-06 13:13:56 UTC
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Raw Message
Post by Michael Landenberger
Noch realistischer als über den groben Daumen ist eine Abschätzung des
Energiebedarfs von Verbrenner-PKW. Daraus lässt sich der Energiebedarf von
Elektroautos berechnen.
Naja, wieder mit gewissen Annahmen. Aber ja, geb ich dir Recht.
Post by Michael Landenberger
Würden die 119 TWh gleichmäßig übers ganze Jahr abgerufen, wäre dafür eine
Leistung von 119 TWh / 365 / 24h ~ 14 GW nötig.
Passt ja etwa.

-------------------------------------------------------

Mittlere Jahresleistung um 12.500 km.
Siehe:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/183003/umfrage/pkw---gefahrene-kilometer-pro-jahr/

Also ca. 17 kWh/100 km * 12500 km/Jahr = 2125 kWh/Jahr

Mal 60 Mio: 127,5 TWh/Jahr.

Macht also: 14.7 GW als Dauerleistung.
-------------------------------------------------------

Dann also unten in meiner Über-den-Daumen-Rechnung für 45 Mio Pkw:

[Die Lkw sollten wir erstmal rauslassen aus der Betrachtung, weil sie
natürlich pro 100km erheblich mehr Energie brauchen. Die haben zwar eine
geringe absolute Gesamtfahrleistung in km, aber ja ca. Faktor 5-10 im
streckenbezogenen Verbrauch zu einem Pkw.]

2125 kWh/Jahr und Pkw mal 45 Mio Pkw: 95 TWh
macht ca. 11 GW

Die Größenordnung kommt in etwa gleich raus. Deine Korrekturen durch die
Wirkungsgradbetrachtungen (ca. +25%, also Faktor 1,25) nehme ich aber
gern an. Die 25% Verbrennerwirkungsgrad und 90% Elektro sind halt deine
Prämissen in der Rechnung.

Auf Faktor 1,5 oder 2 mehr oder weniger kommt es mir auch nicht an.
Sondern darauf, dass Herr Ebert die Größenordnungen richtig fett
verpeilt hat.
Post by Michael Landenberger
Schwer abzuschätzen ist dagegen, wie hoch die Spitzenleistungen sein werden,
die beim Laden von Elektroautos abgerufen werden. Die Mehrzahl dürfte nachts
geladen werden, d. h. während eines Zeitraums von ca. 8 Stunden. Dadurch
verdreifacht sich die benötigte Leistung, sie steigt also von 14 GW auf 42 GW.
Speziell nachts dürfte das aber weniger ein Problem sein als tagsüber (wenn
man mal davon absieht, dass Photovoltaik-Anlagen nachts keinen Strom liefern),
denn nachts ist die Netzauslastung geringer als tagsüber.
Sie werden dann laden, wenn der Strom billig ist. :-) So geht das in CA
schon heute.

Strom aus fossiler Quelle (Gas, Öl, Kohle) ist billig, wenn ihn keiner
will, aber er kann dann auch weggeregelt werden und man spart den
Brennstoff. Neuere Kernkraftwerke sind auch regelbar. Um so wichtiger,
je höher ihr Anteil in einem Land ist.

WKA-Strom ist billig, wenn der Wind weht und "keiner" ihn will. Er
könnte auch weggeregelt werden (aus dem Wind drehen), aber dann entgeht
einem was.

PV-Strom ist billig, wenn die Sonne scheint und "keiner" ihn will. Er
kann nur begrenzt weggeregelt werden (drehbare Panele aus der Sonne
drehen, eine Abdeckung davor fahren), aber auch da entgeht einem was.
Für fixe Panele kommt das, was eben kommt.

Wann Strom billig wird, wird also eine Entscheidung sein, welchen
Anteile diese Erzeuger jeweils am Gesamtmix haben und wie gut sie sich
regeln lassen. Aber nur nachts billig muss nicht immer hinhauen.
Post by Michael Landenberger
In 50 Jahren sind
möglicherweise schon längst Brennstoffzellen im Serieneinsatz, die mit
Bio-Methanol "betankt" werden.
Ein paar bestimmt, aber überschaubar wenige, denke ich. Das Geschwäpper
wird eher unattraktiv sein.
Post by Michael Landenberger
Zum "Laden" damit bestückter Fahrzeuge ist
drastisch weniger elektrische Energie nötig als zum Laden von
batteriebetriebenen Fahrzeugen.
Klar, die kommt ja dann chemisch. Aber an einen Massenmarkt einer DMFC
glaube ich nicht.

Denn wo soll das Bio-Methanol denn herkommen? Es braucht Anbauflächen.
An Land: konkurriert es mit der Landwirtschaft und
Lebensmittelproduktion. Aus Holz: konkurriert es mit den Wäldern, die
wir behalten wollen. Aus nicht lebensmittelrelevanten "Pflanzen-Resten"
- gibt es da genug?

Aus dem Meer? Gen-veränderte Mikroorganismen (z.B. Algen) schenken uns
Bio-Methanol? Ist auch risikobehaftet, wenn sich das in großen Mengen
mit dem Meerwasser vermischt. Und dann muss das alles noch stofflich
transportiert werden.

Außerdem: die Brennstoffzelle hat aktuell nur um 60% Wirkungsgrad im
Bestpunkt (dann braucht es einen CH3OH -> H2-Reformer dadrin) . Heutige
DMFC stehen hier mit 20 bis 30 % angegeben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Direktmethanolbrennstoffzelle#cite_note-Kurzweil-1

Da müsste sich noch einiges tun, damit das gut wird in 50 Jahren. Und es
dürfte parallel kaum Fortschritte bei Akkus oder Ladetechnik geben,
damit sich das durchsetzt gegen das BEV-Prinzip. Vielleicht wird es ein Mix.


Und eben: lokales CO2 kommt da immer noch raus aus jeder
Brennstoffzelle, die mit Methanol betrieben wird. Ja, dieses CO2 wurde
"kurz vorher" beim Erzeugen des *Bio*-Methanols der Luft entnommen.
Spannend werden lokale Emissionen abseits CO2 und H2O, denn alle
natürlichen Kraftstoffe sind ja keine synthetischen, sondern haben
ziemliche Schwankungen drin. Und das N2 aus der zugeführten Luft (man
führt ja kein reines O2 mit), wird auch da mit reagieren. Dann hat man
wieder lokales NOx.

Die DMFC wird vermutlich auch nur in geringem Maße von
Halbleitertechnik-Fortschritten profitieren.

Meine Vermutung: eine Brennstoffzelle mit Methanol als Brennstoff ist zu
verbrennernah in ihren Eigenschaften. Das kann eine Chance sein, aber
auch ihr Risiko, wenn der Verbrennungsmotor nicht mehr en vogue ist.
Politisch als Lösung auf dem Schirm hat sie derzeit auch keiner.
Vielleicht braucht es ein paar überzeugende Fahrzeuge davon, sowie eine
Methanol-Versorgung (recht leicht), damit sich das ändert.

Ich denke, die besten Hybriden aus Gas-Verbrennermotor und starkem
Elektromotor und nennenswerter Pufferbatterie werden ausreichend nahe an
die Effizienz einer wie auch immer gearteten Methanol-FC heranreichen
(auf 80-90% des Wertes). Aber mit Technik, die da ist. Das BEV plus
EE-Stromerzeugung hingegen (keine Veränderungen der Luftchemie) bekommt
man so nicht kopiert, die lokale Emissionsfreiheit begründet eine Klasse
für sich, die deutlich Tests/Aufwände rund um die Reduktion lokaler
Emissionen spart.

Grüße,
Ralf
Michael S
2017-08-06 16:04:16 UTC
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Raw Message
Post by Michael Landenberger
TWh, Diesel (Heizwert = 9,7 kWh/Liter) ~ 194 TWh. Resultierende
Gesamt-Energiemenge: ~ 427 TWh. Bei einem geschätzten
Durchschnitts-Wirkungsgrad von Verbrennungsmotoren von 25% wurden davon ein
Da bist Du aber optimistisch. Ich habs mal für mein Auto (1,0l Astra mit
105PS) bei 170km/h mit Hilfe der Verbrauchsanzeige und bekanntem cw-Wert
ausgerechnet Der lag da bei knapp unter 30%. Das allerdings bei nahezu
Volllast und einer Drehzahl nahe des Bestpunktes. Der Wirkungsgrad sinkt
aber mit fallender Geschwindigkeit, wg. Teillast.
Und das bei einem der effizientesten Benziner, die derzeit auf dem Markt
sind.
(Meiner braucht real um die 7l weil ich einen sehr hohen
Kurzstreckenanteil um 1km habe, wg. Kinder und Kindergarten)
Der Renault Zoe mit ganz ähnlichem Fahrprofil braucht 16kWh/100km, das
aber bei einem der ineffizientesten E-Fahrzeuge auf dem Markt).

Real für durchschnittliche und damit häufig stark übermotorisierte Autos
würde ich im Kurzstreckenverkehr eher 5-10% ansetzen, bei einem Benziner
auf der AB 20% und beim Diesel vielleicht 25-30%.

Im deutschen Gesamtschnitt aus dem Bauch 10-15%.
--
Michael
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